Vater, Hure, Kind

Symbolbild: Glückliche Familie

Wäre mir im Leben der richtige Mann über den Weg gelaufen, dann hätte ich heute wohl Kinder. Hätte ich Kinder, dann würde ich vielleicht meinem Lieblingshobby als Escort nicht nachgehen, denn ich finde eine Familie und ein Leben als Prostituierte sind zwei Dinge die nicht besonders gut miteinander harmonieren.

Es gibt Frauen im Paysex die ich kennengelernt habe, die sich dieser Herausforderung stellen. Von einer dieser Frauen möchte ich euch erzählen.

Katja: Hure und Mutter


Es wird oft davon gesprochen, dass Prostitution unter Zwang stattfindet, in manchen Fällen ist dies so. Katja hatte ihre Karriere als Hobbyhure begonnen, weil sie Spaß daran hatte mit anderen Männern zu schlafen. Drei bis vier Dates im Monat, mehr nicht. Andreas und sie brauchten dieses Geld nicht, denn sein Betrieb lief gut und für Katja hätte es keinen Anlass gegeben sich als Prostituierte etwas dazu zuverdienen. Für Katja hatte ihr kleines Hobby noch einen anderen Effekt, sie bekam die Befriedigung, die es im heimischen Schlafzimmer nicht gab. Andreas gab sich Mühe, aber er hatte große Probleme mit seiner Errektion. Andreas hatte mit Katjas Hobby keine Schwierigkeiten.

Katja und Andreas ganzes Glück hieß Nele und hielt die kleine Familie beisammen. Für Katja ist Nele immer der Grund gewesen ihre Hobbyhurerei nicht auszudehenen, denn noch lag Nele im Kinderbettchen und nuckelte am Daumen, aber sie würde ein junges Mädchen werden, dann ein neugieriger Teenager und spätestens dann wäre es Katja kaum möglich ihr Geheimnis zu bewahren.

Nele muss ungefähr drei Jahre alt gewesen sein, da änderte sich alles. Andreas verlor einen großen Auftrag, seine Firma konnte die Mitarbeiter nicht mehr zahlen und innerhalb weniger Monate musste Katja immer öfter eine Verabredung treffen, damit genügend Geld auf dem Konto für den Haushalt und die Versicherungen übrigblieb. Katja fand am Anfnag immer noch gefallen daran, aber mit der Insolvenz der eigenen Firma begann ihre Rolle als Hauptversorgerin der Familie. Sie arbeitete tagsüber wieder im Büro und in der Nacht als Liz, die erotische Gefährtin für den gepflegten Herren.

Katja unterlag kurzzeitig dem Zwang als Prostituierte zu arbeiten, wenn sie nicht durch die Insolvenz der Firma in die Privatinsolvenz abrutchen wollten. Dieser Zwang nahm ihr zum großen Teil die Freunde, denn sie konnte nicht mehr ganz so wählerisch sein wie früher und musste auch mit Männern schlafen die ihr nicht ganz so lagen.

Diese Krise ging vorüber, Andreas konnte bald wieder mit seiner Arbeit genügend Geld nach Hause bringen und Katja wurde nun die Liz die sie gerne sein wollte. Ihr Bürojob machte Spaß und in der Nacht hate sie auch wieder Freude am Leben.

Nur Nele, die wurde älter und fragte öfter warum die Mama denn am Abend nicht da ist.




Da Katja schon immer gerne fotografiert hatte, entstand für Nele eine ganz neue Mama. Katja die Fotografin, die ab und zu auch mal ein paar Tage nicht zuhause sein konnte, weil ein Kunde die Mama für einen längeren Zeitraum als Fotografin gebucht hatte. nele konnte damit gut leben, im Kindergarten und in der Schula klang die Geschichte auch plausibel, so glaubten alle im kleinen Dorf an die Geschichte.

Andreas konnte mit der Konstellation immer noch gut leben, statt Vater, Mutter, Kind hieß es bei ihnen eben Vater, Hure, Kind.

Katja gelang es irgendwann sogar das Legende mit der Wahrheit zu verbinden, denn mancher Kunde stand auf Bilder als Erinnerung und so wurde Liz nicht nur als Escort, sondern auch als erotische Fotografin gebucht.

Es hätte alles so schön sein können, wenn nicht irgendwann das Internet immer wichtiger für die Kundenaqkuise geworden wäre. Da Nele im Gleischschritt mit dem Internet immer älter wurde, und auch immer neugieriger auf das was Mama macht, war es eine Frage der Zeit bis die Bombe platzte.

Symbolbild: Glückliche Familie

Symbolbild: Glückliche Familie

Richtig geplatzt ist die Bombe nie, denn Katja nahm sich Nele mit 15 zur Seite und sprach mit ihr darüber was sie tut und warum sie es rgelmäßig macht, und vor allem warum es ihr Spaß macht. Nele reagierte nicht so wie Katja und Andreas es sich gewünscht hätten. Zu Beginn wollte Nele ausziehen und in ein Internat, sie wollte einen regelmäßigen AIDS-Test ihrer Mutter, usw.

Nach vierzehn Tagen setzte die Vernunft und das Verständnis ein. Nele akzeptierte den Nebenjob ihrer Mutter und für Katja begann eine neue Zeit, denn nun musste sie nicht mehr Lügen und in ihrem Kopf begann die Zeit in der sie ihre Famile als Vater, Mutter, Kind ansehen konnte.

Warum Kritik an einem Nasenring kein Sexismus ist

shutterstock_212822116

Se·xịs·mus
Substantiv [der]

Bezeichnung für alle Formen der Unterdrückung und der Benachteiligungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit.

Vor ein paar Tagen schrieb ein Journalist aus dem Hause Axel Springer in der ICON (eine Beilage der Tageszeitung DIE WELT) einen Artikel über die, wie er es nannte, Nasering-Rotzglocke (Septum).

Dabei ließ sich der Journalist darüber aus wie sehr ihn eine Frau mit einem Nasenring irritieren würde und erklärte dies u.a. in einem Stil, welchen er wohl für lustig hielt, folgendermaßen:

Ein Septum sieht ein bisschen aus wie eine doppelte Eisenrotzglocke, die der Gepiercten aus den Nasenlöchern hängt. Die beiden Popel an den jeweiligen Enden sind verbunden mit einem das Bindegewebe unterhalb des Nasenscheidewandknorpel durchdringenden Metal-U. Alternative Varianten sind komplette Ringe, wie man sie von Stierschnauzen kennt.

Klingt nicht sehr lecker und macht auch keine Lust auf mehr, aber der Autor entschuldigt sich im nächsten Abschnitt und lässt seine Leserschaft wissen:

Okay, das klingt jetzt alles etwas unattraktiver, als ich diese Piercings tatsächlich finde. Irgendwie sind die Dinger heiß. Das Septum verleiht einem hübschen, zarten Gesicht etwas Verruchtes. Ein edles, kantiges Gesicht wirkt spannend geheimnisvoll. Einem runderen Gesicht kann es Kontur und Profil geben.

Schön etwas tröstlicher, oder? Am Ende gesteht er uns dann seine Verwirrtheit mit folgenden Worten:

Das Septum verwischt mein schematisches Denken. Meine Sinne verschwimmen. Denn dieser Schmuck passt einfach nie ins Bild, das ich mir sonst von der Trägerin gemacht zu haben glaube.

Wir wissen also nun um die verwirrende Wirkung eines Septum auf Christian Huber, der als 1984 geborener junger Mann offenbar immer noch ein sehr konservatives Frauenbild hat.

Bullshitartikel

Der ganze Artikel ist in seinem Grundton einfach Bullshit. Ziemlich doof und er hat auch keine richtige Aussage. Einige Kommentatoren sehen dies natürlich anders und die Fraktion der Männer und Frauen die sich der Verwirrtheit von Christian Huber anschließen möchten, machen dies im klassisch brachialen Stil der Dumpfbackenkommentatoren. Die dümmlichen Kommentare muss ich hier nicht zitieren. Nachzulesen sind sie jedoch, so wie der ganze Artikel, hier.

Das falsche Testimonial

Christian Huber hat aber nicht nur einen wenig intelligenten Artikel geschrieben, er hat auch noch die bekannte Bloggerin MADDIE aus Österreich mit einem Instagrambild in seinen Artikel eingebunden. Neben Maddie hat er aus das Ex-GNTM-Sternchen Julia (bekannt aus der Heroinkids-Sommerloch-Diskussion) als Beispiele für Septumträgerinnen verwendet.

Instargrambilder können über die „Einbetten-Funktion“ von jedem der sich halbwegs mit seiner Tastatur auskennt in einem Artikel im Netz eingebunden werden. Meistens freuen sich die Inhaber des Accounts, weil so ihr Bild und ihr Account geteilt werden.

Maddie freute sich wohl nicht so, denn sie schrieb einen Artikel auf ihrem Blog „DariaDaria“ und betitelte diesen mit „MEIN LEBEN ALS STÜCK FLEISCH“. Ihr ging es darum Christian Huber zu kritisieren, was bei der Flachheit des Artikels auch ohne jeden Widerspruch hingenommen werden kann.

Nur, und hier setzt meine Kritik an Maddie ein, dabei hat sie es nicht belassen.

Die Sexismuskeule muss ausgepackt werden

Für Maddie stand fest: Dieser Artikel enthält 100% Sexismus. Also eine Unterdrückung und der Benachteiligungen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit, weil der Autor sich nur über Frauen mit einem Septum ausgelassen hatte und mit keinem Wort Männer oder eine der anderen 58 Auswahlmöglichkeiten von Facebook erwähnte.

Maddie schreibt dann folgende Worte:

Als Frau wird man ständig beurteilt, kommentiert, bewertet und sexualisiert. Wir leben im Jahr 2016 und es ist nach wie vor Thema, wie viel wir wiegen, wie wir uns verhalten, ob wir fuckable oder nicht sind, ob wir uns “artgerecht” weiblich oder nicht verhalten. Das Ziel? Wir müssen Männern gefallen, nicht uns selbst. Laut dem Autor macht ein Stück Metall im Gesicht die Trägerin rebellisch, sexy und irgendwie gefällt ihm der Gedanke einer Domina, denn immerhin macht der Nasenring das aus einem. Schön, wenn mein Stück Metall im Gesicht dein Glied erigiert. Eine gute Tat am Tag vollbracht!

Zustimmen muss ich vorbehaltlos, dass wir Frauen täglich beurteilt werden. Wir werden auch sexualisiert und kommentiert. In bestimmten Teilen verdiene ich damit sogar mein Geld, denn als Escortdame ist es Teil des Jobs sexualisiert zu werden. Männer könnten mich auf Portalen wie kaufmich sogar kommentieren und bewerten, wenn ich dies zulassen würde, damit mein Markwert steigt (etwas was ich glücklicherweise nicht muss, aber sich tatsächlich erniedrigend anfühlt).

Im ganzen Artikel finde ich aber nirgends die Passage über die Domina und das erigierte Glied, ist dieser Part verschwunden, oder steht er nur in den Kommentaren? Es ist egal, denn die Sexismuskeule ist hoffnungslos überzogen.

Die Kritik an einem modischen Accessoire ist kein Sexismus, es ist Kritik an einem modischen Trend, an einem Schmuckstück. Ein Mann schreibt über seine, zweifelhaften, modischen Ansichten. Nicht mehr und nicht weniger. Sexismus ist mehr und es ist definitiv der Sache nicht gedient, wenn eine Bloggerin ihre persönliche Eitelkeit derart missbraucht.

Bild: Shutterstock

Der Mann im Smoking

smokingman

Er kam an die Bar. Setze sich und bestellte zwei Gläser Champagner. Kein Wort von ihm, er schob mir das Glas zu und lächelte mich an. Er trug einen Smoking, seine Schuhe so sauber, ich hätte davon essen können.

Etwas selbstverliebt schaute er in den Spiegel der Bar und nippte an seinem Glas. In meinem Kopf gingen tausend Gedanken herum. Was wollte dieser interessant aussehende Mann hier und jetzt an der Bar von mir, wollte er überhaupt etwas von mir, oder würde er gleich wieder verschwunden sein und mich auf den zwei Gläsern sitzen lassen.




Mein Date hatte vor zwei Stunden das Hotel verlassen. Ich konnte nicht schlafen, hatte mir eine Jeans angezogen und einen Pulli, dazu Chucks. Ich hatte nur wenig bis gar keine Schminke aufgelegt. An der Bar wollte ich mich wegdämmern lassen. Der Kunde hatte mich ziemlich gefordert, einer der Brainfucker der ab heute auf der Blacklist stand. Er konnte sich allerdings ziemlich gut bewegen, was es zumindest etwas wett gemacht hatte.

Mister im Smoking spielte auf seinem Smartphone rum, trank seinen Champagner aus und sah mich an, dann mein Glas. Ich trank aus, nickte und er bestellte noch zwei Gläser.

Was macht ein Mann im Smoking um kurz vor halb Eins in einer Hotelbar? Hatte er auch ein Date, ist er auch einer der Typen die versuchen in ein Escort reinzukriechen und sie nicht nur zu vögeln, sondern sie auch seelisch nackt zu machen? Warum trank ich mit ihm? Kein sportlicher Typ, ein jungenhaftes Gesicht mit einem ironischen Lächeln. Tiefblaue Augen, aber nicht tiefseekalt, sondern mit einem Schimmer von Gold, als ob irgendwo hinter seinen Augen die Sonne aufgehen würde.

„Er hat sie genervt, oder?“

Nach über dreißig Minuten kamen, außer der Champagnerbestellung, Worte aus seinem Mund. Ein Wunder, wobei ich seine Frage als unverschämt empfand und erst einmal schwieg und das dritte Glas, welches nun einige Minuten vor mir stand, austrank und ihn ansah.

„Wer?“

Er sah sich wieder im Spiegel an, es nervte mich. Ich verzog mein Gesicht zu einer irgendwie bösen Grimasse und sah ebenfalls in den Spiegel.

„Es steht ihnen nicht gut, wenn sie so böse schauen. Schauen sie bitte wieder freundlich.“

Unfassbar dieser Typ.

„Wer hat mich genervt?“

Er nahm einen weiteren Schluck aus dem Champagnerglas. Richtete sich auf, drehte sich zu mir, sah mir tief in die Augen.

„Ihr Gast, mit dem sie die letzten drei Stunden nach dem Abendessen auf dem Zimmer verbracht haben. Dann haben sie sich etwas gesammelt und sind dann hier an die Bar gekommen um ihren Frust wegzutrinken. Es passiert ihnen nicht oft, aber ab und an geht ein Termin schief. Es verletzt sie und sie trinken dann. Sie sind eine wunderbare und verletzliche Frau, eine die aus Freunde und aus Frust trinken kann. So wie ich, ich trinke aus Frust, aus Lust und einfach so.“

Jetzt wurde ich wütend, hatte er mich beobachtet. Ist dieser Typ ein Detektiv?

„Was sollen diese Fragen, haben sie mich beobachtet?“

Er seufzte, seine Schulter drückten sich durch, als ob er zum Angriff übergehen wollte. Der Barkeeper sah uns aus der Ferne zu und machte auch noch eine überflüssige Andeutung mit einem Blick auf die Uhr.

„Nein, ich habe mit meiner Frau im gleichen Restaurant zu Abend gegessen. Wir haben unseren Scheidungstag gefeiert. Unsere beste Entscheidung im Leben. Wir feiern diesen Tag nun schon über zehn Jahre und wir sehen uns einmal im Jahr wieder, ansonsten geht jeder seine Wege. Sie sucht das Lokal aus, ich ziehe mich hübsch an und manchmal schieben wir noch einen kleinen Erinnerungsfick auf der Toilette des jeweiligen Lokals.“

Der Smokingmann wollte mich hier wohl auf die Schippe nehmen.

„Niemals! Sie haben sich diese Geschichte eben gerade ausgedacht. Niemand, niemand feiert seinen Scheidungstag mit einem schönen Essen und einer Revivalnummer auf dem Klo im Resturant. Never, ever, sie wollen mich auf den Arm nehmen.“

Er griff in die Tasche seiner Hose und holte einen Zettel raus, er entfaltete ihn und gab ihn mir.  Darauf das Datum von heute, allerdings vor zehn Jahren. Dazu ein Zitat von Hesse.

Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es auf jeden Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.

Auf dem Zettel fand sich noch eine handgeschriebenes Danke und die Unterschrift einer Frau.




„Eine wunderbare Frau wie sie würde ich doch nicht für einen schlechten Scherz missbrauchen. Unsere Trennung ist ein Geschenk nach acht Jahren Krieg gewesen. Wir wurden bessere Menschen als wir uns nicht mehr jeden Tag ertragen mussten. Keine Kinder, fast keinen Besitz, außer der Villa, dem Boot und den Firmenanteilen. Dazu kein Ehevertrag. Wir haben alles in einer Nacht besprochen, hälftig geteilt und ich bin ausgezogen.“

Vor mir saß entweder eine begnadeter Schauspieler, oder er es hatte sich alles so zugetragen.

„Nehmen wir an es stimmt was sie mir erzählen, woher wissen sie den Rest, die zeitliche Abfolge, warum sind sie jetzt hier?“

Er bestellte eine Flasche Rotwein, genoß die Zeit bis die ersten Tropfen im Glas ankamen und schwieg. Er machte mich rasend, aber ich wollte nicht gehen. Auf seine Andeutung hin nickte ich und ließ mir ebenfalls einschenken. Geschmack hatte er, zumindest was mich und den Wein betraf.

„Nun, meine Ex-Frau und ich haben sie beobachtet. Wir haben dies schon immer getan und es hat sich ein Spiel daraus entwickelt. Wir stellen Vermutung an, wir deuten Dinge und dann, verzeihen sie mir, muss einer bis zum nächsten Jahr herausfinden ob es sich so zugetragen hat wie einer vermutet hat und der andere es ebenso deutlich verneint hat. Wer richtig lag, der muss den nächsten Jahrestag zahlen. So gesehen hat mich meine Phantasie zu den Annahmen geleitet und der Wunsch sie wiederzusehen. Dazu auch noch die Gewissheit, dass wenn ich sie, und ich muss sie noch einmal um Verzeihung bitten, als ziemlich teure Begleiterin einschätze, eine Chance habe mit ihnen ein paar Stunden in einem Bett verbringen zu können.“

Der Barkeeper zuckte als ich lauthals loslachen musste. Ich sollte so etwas wie ein Wetteinsatz sein, ich müsste nur Nein sagen und seine Frau müsste das Essen im nächsten Jahr zahlen. Nahm er das Gespräch auf, oder vertraute sie ihrem geschiedenen Mann so sehr.

„Ich koste für den Rest der Nacht und den halben Tag, mit Lunch, 2.400 €. Kein Karten, kein Paypal, keine Überweisung. Nur cash.“

Der Smoking ruckte, winkte der Barkeeper herbei. Drückte ihm 200 € in die Hand und bat ihn für Ungestörtheit zu sorgen. Dann tippte er etwas in sein Telefon. Bat mich kurz um Geduld und verschwand für ein paar Minuten aus meinem Blickfeld. Dann kam er wieder und gab mir einen Umschlag.

„Danke!“

Wir tranken den Rotwein aus und nutze die einsame Bar für uns.

Beim Lunch bedankte er sich noch einmal für die wundervolle Zeit und dafür, dass ich es ihm erspart hätte im nächsten Jahr den Jahrestag bezahlen zu müssen. Seine Frau sei es gewesen die mich entlarvt hätte. Er habe es nicht glauben wollen.

Wir verabredeten uns für das nächste Jahr am selben Tag, mit dem Versprechen von mir vorher keinen anderen Mann zu treffen und er würde auf seine Erinnerungsnummer verzichten.

Warum Männer beim Paysex viel besser entspannen können

Beim Paysex enstapnnen. Symbolfoto

Ibizia, es sind gerade 23 Grad und ich habe mit meiner Kollegin ein paar Runden im Meer gedreht. Gleich geht es wieder in muffige Meetingräume, aber bis dahin surfe ich noch ein wenig auf der Terrasse im Netz und sehe bei Edition F ging es gestern auch um SugarBabes. Das Thema ist ja nach Escort die zweite große Welle in Sachen Paysex, der halbwegs gesellschaftstauglich ist.  Wobei es keine Neuigkeit ist, dass sich gerade Studentinnen in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten immer öfter prostituieren, in Frankreich wurde das Thema bereits 2008 sehr stark diskutiert, als bekannt wurde, dass sich bis zu 40.000 Studentinnen in Frankreich als Huren verdingen um ihr Leben zu finanzieren. Der Spiegel titelte damals Studentenjob Hure: Auf der Uni dank Liebeslohn.




Die Literatur und vor allem der Film der letzten 20 Jahre hat sich ebenfalls mit immer größerer Hingabe diesem Thema gewidmet. Bei Amazon finden sich dazu ein paar gute Serien und Dokus, wer sich einmal in das Thema reinvisualisieren möchte, der sollte sich vor allem die Serie „The Girlfriend Experience“ ansehen.

Entspannen Männer bei Huren besser?

Wer sich mit dem Thema ernsthaft beschäftigt, der wird auch um die eine Frage nicht herumkommen die immer mit der Inanspruchnahme von Escorts, SugarBabes oder einer Hure in einem Laufhaus, Club oder auf der Strasse einhergeht. Warum machen Männer das?

Nach einigen Jahren in diesem Umfeld des bezahlten Sex, wenn auch nur als Kleinstgewerbetreibende :-), gibt es für mich vor allem einen Grund: Sie können besser entspannen. Sie werden ruhiger, der Druck im Job lässt nach, die Verpflichtungen verflüchtigen sich.

sex im bettSicher, eigentlich ist dafür die Familie gedacht. Abschalten und runterkommen, sich wohl fühlen. Nur diese Welt, eine die uns Don Draper in Mad Man vorgeführt hat, in der ein Mann nach Hause kommt und das Weibchen hat geputzt und gekocht, die gibt es doch kaum noch.

In den meisten Beziehungen müssen beide Partner arbeiten, weil die Kostenseite uns gar keine andere Chance mehr lässt. Aus diesem Grund boomt doch auch geradezu die Grauzone der Hobbyhuren und Muttiescorts, weil irgendwie die hungrigen Mäuler gestopft werden müssen. Selbst bei Kunden mit sehr guten Jobs und einem guten Einkommen kann es aufgrund von Haus, Auto, Urlaub, Pony für die Kids, also dem angemessenen Lebensstil für die Position die der Mann in seiner Firma hat, auch mal knapp werden. Wenn es nicht das Geld ist, dann der umgedrehte Spieß: Die Verpflichtungen, die Schule der Kinder, der Reitverein, Mamas Yoga und am Abend sind alle platt und gehen zum Italiener um die Ecke, danach ist keine Zeit mehr für die Ruhe und/oder eben die fünf Minuten Geilheit die mal raus müssen. Stattdessen wird auf Geschäftsreisen in die Decke gewichst. Wenn das nicht mehr reicht, dann kommt die Zeit des Paysex.

Egal ob es die eine oder die andere Situation ist, irgendwann ist bei den meisten Männern die ich kennengelernt habe, oder von denen ich es weiß das sie Geld für Sex zahlen, der Kragen geplatzt. Sie wollten mal wieder runterkommen, der eine musste dafür heimlich sparen, der andere nur irgendwie Geld vom Konto abzweigen, welches die geliebte Ehefrau überwacht. Ein Besuch, ein Date bei einem Escort ist für manche Männer eine innere Befreiung, ein Durchatmen vom Alltag.

Keine Fragen zum Job, nichts zur Karriere oder Probleme der Kinder in der Schule, es geht beim Paysex nur um den Sex. Wobei die meisten danach auch mit uns Escorts über Frau, Job & Kinder reden wollen, aber dann eben entspannt.

Es geht um Sex und nicht den Job

Einmal wieder geil sein dürfen, gierig um den BlowJob bitten, der dann auch geboten wird. Die Phantasie mal Wirklichkeit werden lassen, oder den Fetisch den die Ehefrau noch als Studentin und Nichtmutti auch geil fand und der sie jetzt abstößt, mal wieder ausleben.

Lass ihn dich mal wieder fesseln

Lass ihn dich mal wieder fesseln

Es geht ums Wünsche erfüllen, so weit es geht. Der Mann zahlt, die Hure macht. Mit diesem einfachen Prinzip ist erklärt, warum Männer beim Paysex entspannen können. Sie sind der Hahn und dürfen es auch sein. Danach geht es wieder raus in den Alltagskampf, aber eben gestärkt mit einem Schuß Geilheit.




Die meisten Männer wollen noch nicht einmal „schlimme“ Sachen, manche wollen in den Arm genommen werden und einfach dort liegen. Ruhe für ein paar Minuten nach dem die Anspannung raus ist. Eine Kollegin aus Köln hat mir mal erzählt, dass sie bei manchen Kunden in den ersten zwei Minuten erfasst was Sache ist und dann oft zum Erste-Hilfe-Blow-Job übergeht. Schnelltest auf Hygiene und dann geht es los, danach löst sich die Anspannung der meisten „Patienten“ und das restliche Date wird zu einer runden Sache bei der beide Beteiligten etwas davon haben.

Mein Tipp an die Mädels

Mir ist klar, dass viele Frauen nach einem harten Tag im Job oder als Hausfrau keine Lust mehr haben sich in eine sinnliche Sirene zu verwandeln. Hier liegt der erste Fehler, denn euer Kerl will keine großartige Verwandlung, aber er möchte mit euch Sex haben, so wie früher. Auf dem Küchentisch, im Bad, ein schneller Fick in der Gartenhütte. Die kleinen Freuden des Sexalltags genießen. Macht euch nicht immer einen zu großen Kopf um das wie, sondern macht einfach und lasst euch auch mal wieder gehen. Einfach Spaß haben. Dann entspannt er bei euch und ist happy. Für die Haushaltskasse bleibt dann auch mehr übrig.

Wie es sich anfühlt, neben zwei Sugarbabes zu sitzen

sugarbabe

Ihr wisst was Sugarbabes sind, oder? Junge Frauen die sich für einen längeren Zeitraum an einen deutlich älteren Herren binden, den Sugardaddy. Die Sugarbabes bieten den älteren Herren dafür sexuelle Gefälligkeiten an und bekommen dafür ein, meist, mehr als großzügiges Taschengeld.

Mit klassischem Escort hat diese Form eines Arrangements nichts mehr zu tun, denn die Mädels binden sich eher langfristig an den Herren und nicht wie im Escort kurzfristig und anonym. Sugarbabes möchten zwar auch meist anonym bleiben, aber bei längerfristigen Vereinbarungen ist eine komplette Legende schwer aufrechtzuerhalten, außer deine Familie hat gute Beziehungen zu einem Geheimdienst und Zugang zu gefälschten Dokumenten.

Ein Sugarbabe zu sein ist keine leichte Sache, denn es gibt eine Menge zu tun, offenbart zumindest dieses tumblr-Posting.

To dos als Sugarbabe

sugarbabe02




Er liebt es, mir Geld zu geben

Frauen die sich von Männern für Sex bezahlen lassen sind für mich, welch ein Wunder, vollkommen ok. Nur neulich, da bekam ich Zweifel. Schuld sind zwei SB (Sugarbabes). Ich traf sie beide in London, einer echten Hochburg dieses Business wie mir ein Freund später versicherte, und lauschte (böse) ihrem Gespräch.

Dabei ging es vor allem um die Dummheit der Männer. Die beiden jungen Damen lästerten ziemlich unfair über ihre beiden Sugardaddys. Es ist vollkommen offensichtlich gewesen, dass diese beiden Exemplare Männer als reine Melkkühe sehen.

Beide sahen wirklich top aus, sehr gepflegt, jung, blond, hochwertige Klamotten und Accessoirs. Mir ist klar, warum ältere Männer sich nach diesem Jungbrunnen sehnen. So eine junge Frau kann dich natürlich in deinem Ego schon stärken, vor allem wenn dabei deine Macht via Geld zum Ausdruck kommt. Männer wollen Frauen immer gerne besitzen, mit einer jungen Frau die sich von ihrem Sugardaddy aushalten lässt, geht das besser, als mit der Ehefrau im trauten Heim.

Dass Männer manchmal ihr Hirn ausschalten, wenn es um Sex und junge Frauen geht, ist hinreichend bekannt und auch für mich nicht immer zum Nachteil, aber neben diesen beiden Sugarbabes fühlte ich mich schlecht.

Ich fühlte mich schlecht

Dirty business

Dirty business


Für mich ist eine Escortverabredung eine Vertrauenssache. Der Kunde hat Wünsche und Sehnsüchte, diese versuche ich ihm zu erfüllen. Das Sugarbabegeschäftsmodell läuft offenbar ganz anders. Bis zum diesem Tag hatte ich mich damit nicht so intensiv beschäftigt. Nach ein wenig Recherche ist mir klar geworden, dass die beiden Melkerinnen kein Einzelfall sind. Auf tumblr und in entsprechenden Foren gibt es tausende von Tricks wie die Männer zur Kasse gebeten werden, ohne ihre Belohnung in Form von Sex zu bekommen.

Hauptsächlich geht es darum immer größere Wünsche aufzubauen und dem SD dafür immer mehr zu versprechen. Eine der beiden lachte sich förmlich kaputt als sie erzählte wie sehr ihr SD es lieben würde sie mit Geld zu mästen, aber sie ihn sogar nur mit einem einfachen Blow-Job glücklich machen könne. Sonderwünsche würden ihn immer noch einen Trip mit einer Freundin zum Shopping nach Paris, Berlin oder Rom kosten.

Bisher gab es für mich eine Art Berufsethos auch im Paysex, aber diese Sugarbabes haben davon wohl noch nie etwas gehört.

Ich fühlte mich wirklich schlecht.

Ist #Escortgate einfach nur eine gute Inszenierung?

In den letzten Tagen habe ich von Seiten einer Mitarbeiterin von deutsche-startups.de den Hinweis bekommen, dass ich mich über #Escortgate doch freuen soll. Der Grund: Mein Blog habe davon profitiert.

Was deutsche-startups.de nicht versteht

Aus Sicht von deutsche-startups.de ist es sicherlich richtig sich zu freuen, wenn der Traffic auf einer Webseite steigt. Vielleicht denken sie auch, dass ich jetzt mehr Anfragen von Kunden bekomme. Was in das Weltbild von DS über Escorts passen würde.

Mir ging es aber nicht um Traffic, sondern um eine Haltung. Dies ist ein Unterschied. Die Betreiber von DS haben aber auch andere Gründe für den Betrieb ihrer Webseite, als ich mit dieser Seite.

Inszenierung eines Skandals?

In der Zwischenzeit glaube ich die ganze #Escortgate – Story ist inszeniert, damit nämlich genau das passiert, was mir die DS-Redakteurin immer wieder als Vorteil verkaufen möchte: Steigender Traffic.

Wer hat eigentlich den Hashtag #Escorgate erfunden. In meiner Twitter-Timeline sieht es so aus, als ob er von deutsche-startups.de zuerst verwendet wurde.

Das Thema wurde auf der Webseite bereits in drei verschiedenen Artikeln aufbereitet. Die anderen Medien haben dabei, aus meiner Sicht ziemlich ungeprüft, die Haltung von DS übernommen. Der allgemeine Tenor ist, es habe dort Prostituierte auf dem Event gegeben. Davon hätten die Veranstalter nichts gewusst und das habe Schaden und Schande über den Event gebracht. Schaden und Schande haben die Veranstalter über sich selbst gebracht, weil sie die Erhöhung der Frauenquote anstatt mit hochkarätigen Sprecherinnen aus der Digitalbranche lieber über einen PR-Event einer Paysexdating-App erreichen wollten.

Diese Idee ging wohl nach hinten los und nun möchte niemand etwas gewusst haben, wobei daran darf gerne gezweifelt werden, denn bereits in der Vergangenheit soll es bei Axel-Springer ein Rundruf unter weiblichen Angestellten gegeben haben, in dem zur Teilnahme am Abendevent gebeten wurde, für Verwirrung gesorgt haben.

Laut einer Mitarbeiterin von deutsche-startups.de sollen, entgegen der eigenen Berichte, nicht nur Damen der Pia Poppenreiter – App Ohlala vor Ort gewesen sein, sondern auch Damen einer anderen Agentur.

Mit ein paar Escorts, der Aussage „Nutten halt“ und der Behauptung die Veranstaltung sei gekapert worden, konnte DS eine schöne kleine Skandalstory rund um die sonst teilweise eher drögen Themen auf ihrer Seite stricken. Dazu ein paar Damen die sich aufregen, weil Frauen bei der Veranstaltung sonst eher in der Minderheit sind, und nun die Frauenquote über Paysexdamen aufgepimpt wurde. Fertig ist der Skandal.

Welcher Skandal eigentlich? Ist Berlin sonst nicht so tolerant und sexy? Was machen da ein paar Sexarbeiterinnen auf einem, wohl sonst eher langweiligen, Event aus?

Laut einem Kommentar von deutsche-startups.de, hier im Blog,hat sich die Ehefrau eines Gastes über die Anwesenheit mit der Aussage „..alles Nutten“ aufgeregt. Im Artikel wird diese Dame aber als „langjährige und sichtlich irritierte Noah-Teilnehmerin“ beschrieben. Wobei auch Ehefrauen von Speakern langjährige Teilnehmerinnen sein können. Es macht sich allerdings besser, wenn es den Eindruck erweckt es sei eine Speakerin oder ein zahlender Gast der sich aufregt, anstatt einer Ehefrau die sich Sorgen um das Seeleneheil ihres Gatten macht, weil dieser von bösartigen Prostituierten angesprochen werden könnte.

Was ist also dran am #Escortgate und wie beschädigend ist dieser Sturm im Wasserglas für die NOAH17 wirklich.

Profitiert hat bisher hauptsächlich deutsche-startups.de. Die auch als einzige offenbar Informationen aus erster Hand hatten und die nun plötzlich davon sprechen es sei eine Kampagne gegen Sexismus.

Sexismus pur!

Der erste Artikel von DS zeigt eine klare Geisteshaltung der DS-Macher gegenüber Sexarbeiterinnen. Der Skandal sind Frauen gewesen die Sex gegen Geld anbieten. Nicht die Tatsache, dass es offenbar auf dieser Veranstaltung genügend Männer gibt die solche Dienstleistungen gerne in Anspruch nehmen. Keine der Damen wäre wohl zu dieser Veranstaltung gekommen, wenn es nicht bereits Erfahrungswerte über die Möglichkeit eines erfolgreichen Geschäftsabschluss gegeben hätte.

Auch die Überschrift ist ein klares Statement „#EscortGate – Escort-Ladies auf der Noah! Geht gar nicht!“. Der Aufreger sind die Escorts und nicht die niedrige Frauenquote bei den NOAH-Speakern. Hätte man hier eine Kampagne gegen Sexismus lostreten wollen, dann hätte dies auch ohne den Event stattfinden können. Die Escorts sind der Aufreger und ansonsten wäre die Frauenquote in der Redaktion von DS wohl eher in der Schublade geblieben

Im ersten Artikel hatte ich es bereits darüber geschrieben wie normal Escorts auf Events und Messen jeglicher Art sind.

Einsame Männer auf öden Firmenveranstaltungen sind eine Klientel die sich gerne einmal den Abend in den Armen einer schönen Frau verlängern.

Es ist einfach purer Sexismus von DS, wenn nur den Frauen die Schuld gegeben wird. Es spricht auch nicht für alle anderen Medien, die diese Haltung zum großen Teil übernommen haben.

Richtig ist, dass es traurig ist, wenn kompetente Frauen aus der Digital-Branche nicht eingeladen werden, weil die Herren unter sich bleiben möchten. Ist es vielleicht die Angst vor den Eulen in Athen, weil ja in der Vergangenheit immer ein paar Damen verfügbar gewesen sind?

Hier ist der Skandal und darauf sollte sich konzentriert werden und nicht eine Geisteshaltung an den Tag gelegt werden, die Sexarbeiterinnen verunglimpft in dem sie als Nutten bezeichnet werden die sich billig und auffällig anziehen, mit Kreditkartengeräten winken und Männer ansprechen. Alles das sind keine üblichen Verhaltensweisen die echte Escorts an den Tag legen. Vielleicht haben ein paar Leute einfach die falschen Damen auf den Event geschickt, weil dort niemand Erfahrung mit dem wahren Business hat.

Es wird von DS auch klar unterschieden zwischen den Frauen die nicht auf der NOAH sprechen durften und den angeblich ungebetenen Gästen. Die Macher geben sich mit einer raschen Entschuldigung von Ohlala zufrieden und fragen nicht weiter nach wer wirklich hinter der Einladung steckt. Zu gross ist vieleicht auch die Abhängigkeit in Start-Up-Berlin von großen Playern wie ASV und den NOAH-Veranstaltern die sich auch nur überrascht zeigen.

Vielleicht wurde die ganze Story auch nur publiziert, damit die Veranstalter eine medienwirksame Plattform haben um sich zu entschuldigen, da sind die Escorts ein gutes Bauernopfer und die Veranstalter können ihre Hände in Unschuld waschen. Steigender Traffic ist dann nur noch ein positives Abfallprodukt und nicht der eigentliche Grund für den plötzlichen Abstieg der DS-Redaktion in die Untiefen des Skandaleventjournalismus.

Ich habe versucht Pia Poppenreiter zu erreichen um ein paar Fragen rund um ihre Damen zu klären, aber da wir beide Frauen mit vollen Terminkalendern sind,hat dies noch nicht geklappt. Vielleicht klärt sich ja hier noch einiges auf. Auch wäre ich einmal dankbar, wenn sich eine Dame die vor Ort gewesen ist einmal melden würde.

Deutsche-Startups.de denunzieren Frauen als Nutten. #Escortgate in Berlin

2015-01-26 21.27.11

Eigentlich wollte ich in aller Ruhe ein Buch lesen und mich noch ein wenig auf meinen Termin heute Nachmittag vorbereiten. Nun muss ich mich stattdessen, Dank eines netten Tipps eines Lesers, mit dummen Jungs aus Berlin und einigen Frauen, die sich moralisch ganz weit vorne sehen, rumärgern. Ich muss nicht, ich will es ist die richtige Aussage.

#escortgate

Der Hashtag Escortgate geistert durch die Twitter-/Facebookwelt und möchte damit auf den Besuch einiger Prostituierten auf einer Abendveranstaltung einer Berliner Digitalkonferenz hinweisen. Auf der NOAH geht es darum digitale Leader miteinander zu vernetzen und dies unter der Schirmherrschaft des Axel-Springer-Verlags.

Jede Konferenz braucht eine Party und die gab es auch bei der NOAH und dort sollen Escorts gesichtet worden sein. Das digitale StartUp-Magazin deutsche-startups.de berichtet unter der Headline „Escort-Ladies auf der Noah! Geht gar nicht!“ darüber, dass auf der Abendveranstaltung viele extrem aufgebrezelte Frauen vor Ort gewesen sein. Da heißt es im Text „…etliche Partygäste – männliche und weibliche – erkannten die Frauen an ihrer Aufmachung ohne Umschweife auch sofort als Escort-Ladies. “Nutten halt”, sagt eine langjährige und sichtlich irritierte Noah-Teilnehmerin, die die Konferenz nun nie wieder besuchen möchte, zu den abendlichen Gästen.“

Da müssen einige Besucherinnen und Besucher schon häufig Kontakt zum horizontalen Gewerbe gehabt haben, wenn sie mit nur einem Blick eine Escortdame erkennen. Nur weil jemand billig und „nuttig“ (was übrigens eine echte Beleidigung ist) angezogen ist, muss sie keine Prostituierte sein. Gerade in der Digitalszene und vor allem in Berlin gibt es Frauen die sich hochgradig irritierend anziehen und bei denen ich überlegen müsste ob sie gerade auf dem Weg zu einem Rollenspiel, á la Assistentin wird vom Chef bestraft, ist oder einfach nur beim Griff in den Kleiderschrank mal wieder die Brille vergesen hatte.

Frauen über ihre Kleidung als nuttig zu denunzieren ist übelster Sexismus.

Auf jeder Veranstaltung in Berlin sind meistens auch ein paar Damen aus dem Escortgewerbe unterwegs. Teilweise weil sie direkt von einigen Herren eingeladen wurden, manchmal auch weil es durchaus Damen gibt die, wie ich einen anderen Job haben, und auch einige die aus purer Lust an der Jagd unterwegs sind.

Wenn sich nun einige Leute aus der Berliner Digitalszene mit #escortgate Luft machen, dann muss ich schmunzeln. Viele Gründer, und auch ein paar Gründerinnen, sind sich manchmal nicht zu fein in Berliner Clubs die Venturekohle für Champagner und Koks, zzgl. dem Amüsierpaket mit der russischen Clubhure rauszuhauen, aber jetzt wird eifrig getwittert die NOAH habe Schaden genommen.

Echt? Es mag sein, dass Pia Poppenreiter die mit ihrer DatingApp Ohlala wohl für den Überschuss an Damen verantwortlich gewesen ist, etwas über das Ziel hinausgeschossen ist, aber aus diesem Grund von einem schweren Schaden zu sprechen ist nur ein Beweis für die Doppelmoral in der Digitalszene. Ohne Sex und Erotik würde es viele Entwicklungen gar nicht geben. Sex, Erotik und auch Prostitution sind ein elementarer Bestandteil des Internet.

Deutsche-Startups stellt sich dumm

Der lustige Satz in der ganzen Berichterstattung lautet übrigens „Ob es dabei (Anm. die DatingApp Ohlala) außer um Sex auch um andere Dinge geht, lassen wir mal offen.“. Deutsche-Startups hat mehrfach über die App von Pia Poppenreiter berichtet, dabei immer mal wieder gekonnt um den heißen Brei herumgeschrieben, aber sich so dumm zu stellen und so zu tun, als ob man nicht wüsste was Sache ist, ist schon peinlich für ein StartUp-Magazin.

Prostituierte als Nutten zu bezeichnen ist eine Beleidigung. Es ist eine Herabsetzung der Frauen die ihr Geschäft, auch mit Männern aus der Digitalszene, via Paysex verdienen. Wenn manche Dame die empört gewittert hat mal einen Moment nachdenken würde, dann wüsste sie, dass sie mit ihren Äußerungen Frauen an sich geschadet haben.

Es ist schon erschreckend und traurig wie sehr die Doppelmoral selbst in der fortschrittlichen Digitalszene etabliert ist. Während große Markenartikler im Umfeld des häufig über Sex und Prostitution berichtenden Magazin vice.com Bannerwerbung schalten und das Frauenmagazin Edition F auch immer mal wieder die Viewzahlen mit Sexthemen, auch aus dem Prostitutionsumfeld, aufpimpt wird hier die Moralkeule geschwungen.

Frauen über ihre Kleidung als Nutten zu bezeichnen wird aktuell und wiederholt als Sexismus und falsch gebrandmarkt. Aktuelle Beispiele finden sich hier, als Verteidigungsrede für Gina-Lisa-Lohfink oder auch hier als Beitrag zum alltäglichen Sexismus. Im Zusammenhang mit einer „hochkarätigen“ Veranstaltung ist es aber absolut ok. Frauen wundert euch nicht, wenn ihr wegen eines kurzen Rocks als Freiwild angesehen werdet, die weibliche digitale Speerspitze hat es unterstützt.

Du schliefst mit mir, liebtest aber eine andere

Wir hatten unsere Schuhe ausgezogen und wanderten Hand in Hand durch das sommerlich-schwüle Berlin. Es fühlte sich an, wie wenn Teenager miteinander die ersten verliebten Schritte machen. Die Hitze des Tages übertrug sich aus dem Asphalt über unsere Füße in die Beine und unsere Köpfe. Kein Wind wehte an diesem Abend durch die Strassen und kein Hund bellte durch die Nacht, nur zwei Menschen die nicht zueinander gehörten liefen durch die Strassen.

Irgendwann blieben wir auf einer Brücke stehen, du nahmst meinen Kopf und führtest deine Lippen an meine. Der Kuss fühlte sich wohlig und warm an.

Wir zogen weiter und fanden ein kleines Lokal das noch offen hatte. Ein Platz in der hintersten Ecke, ein paar Nudeln mit etwas Wein und immer wieder deine zärtlichen Berührungen auf meiner Haut.

Es fühlte sich gut an, mein Körper glühte. Er wollte dich, du wolltest mich. Schon so oft hatten wir miteinander geschlafen. Immer wieder hast du mir geschrieben und mich um ein Date gebeten. Ich stimmte zu und genoss die Abende, manchmal auch die Tage, mit dir.

Im Hotel hast du mich verwöhnt. Deine Liebe und deine Kraft haben mich immer voll beansprucht. Dich zu spüren ist immer ein Erlebnis gewesen.

An einem Abend hast du mich überrascht. Die Hitze der Nacht ließ wohl die wenigsten Menschen schlafen, so lagen wir nebeneinander. Ich hörte deinen Atem, die Ruhelosigkeit übertrug sich auf mich und dann hast du geweint.

Die Tränen strömten, kaum zu halten ergossen sie sich über mich.

Jede Minute die wir miteinander verbrachten hatten, wurden zu Tausenden von Tränen. Du hast mit mir geschlafen, aber eine andere geliebt. In dieser Nacht hast du es gespürt und dich dafür geschämt. Du konntest es in meinen Armen und dafür bin ich dir dankbar. Die Wahrheit dieser Nacht, die Stunden in meinem Arm in denen du dir deine Fehler eingestanden hast, haben mich tief berührt.

Wir haben uns lange nicht gesehen, heute musste ich ein Gebet für dich sprechen. Ein letzter Gruss von mir an Dich. An den Mann der so stark und verletzlich gewesen ist und dessen Frau ich immer beneidet habe, weil du sie so geliebt hast.

Möge deine Überfahrt über den Styx gelingen. Meinen Obolus habe ich dem Fährmann gegeben.

Ich denke an dich mein Liebster mit deinen Worten –

Welch eine Nacht, ihr Götter und Göttinnen!
Wie Rosen war das Bett! Da hingen wir
Zusammen im Feuer und wollten in Wonne zerrinnen!
Und aus den Lippen flossen dort und hier,
Verirrend sich, unsre Seelen in unsre Seelen! –
Lebt wohl, ihr Sorgen, wollt ihr mich noch quälen?
Ich hab‘ in diesen entzückenden Sekunden,
Wie man mit Wonne sterben kann, empfunden.

Essen das Escorts heiß macht – Foodporn mal anders

2016-01-08 16.42.00

Während ich gerade ein paar entspannte Tage auf den Malediven verbringen darf und ihr in Deutschland von Gewittersümpfen heimgesucht werdet, habe ich eine Mail aus Frankfurt bekommen. Offenbar bin ich heute Mittagessensthema gewesen und mir wurde die Idee übermittelt was zum Thema Foodporn zu machen.

Die zweite Idee muss ich nochmal sacken lassen, da wurde mir empfohlen ein paar Tricks und Tipps für Ehefrauen aufzuschreiben, also wie sie bei ihrem Gatten eine Buchung eines Escorts verhindern können. Auch wenn ich nicht mehr zu 100% aktiv bin, ein wenig geschäftsschädigend könnte es schon sein.

Foodporn for Escorts

Allgemein wird gerne behauptet bei einem Escortdate würde es nur um Sex gehen. Die Aussage ist nicht ganz falsch, aber auch nicht immer ganz richtig. Für viele Männer beginnt ein gutes Escortdate mit einem guten Essen und für mich mit einem Glas Ruinart Rosé und einem guten Essen.

Gutes Essen, was ist das?

Gutes Essen muss nicht immer ein Teller Jakobsmuscheln beim Nobelitaliener sein, zumindest ist dies für manche ein „Gutes Essen Gericht“. Gutes Essen kommt auf die Situation an, damit es dann auch noch Foodporn wird, muss auch die Umgebung stimmen.

Der Klassiker ist für mich die olle Auster. Nichts ist so sexy wie eine Auster, die meisten rümpfen die Nase und können es nicht nachvollziehen, aber nichts kann mich so schön wuschig machen wie ein Mann der eine Auster gekonnt ausschlürfen kann.

Nach der Auster ist Steak, oder überhaupt Fleisch vom Grill, pure Leidenschaft. Ein saftiges Stück Fleisch, dazu ein gutes Stück Brot und ein Glas Rotwein, was will frau mehr. Kann der Mann mit dem Fleisch umgehen, wie nimmt er sein Brot. Aus den Tischmanieren und Essgewohnheiten eines Kunden kann ich den Verlauf des Abends voraussagen. Einer der schlingt und möglichst viel Fleisch in kurzer Zeit vernichtet, der geht auch später im Bett mit dir so um. Ein Stück Fleisch, schneller Genuss und das Brot bleibt liegen. So geht es dann auch den Frauen. Konsumieren was geboten wird und dann einschlafen, weil die halbe Flasche Rotwein doch zuviel gewesen ist.

Der wahre Held am Steakbesteck lässt sich Zeit, nippt am Glas, versteht es dich zu unterhalten und will wissen ob du kein Höschen trägst. Beantwortest du die Frage mit „Ja“, dann nimmt er einen Schluck Wein, grinst und genießt weiter.

Die oben beschriebene Beobachtung könnt ihr übrigens auf nahezu jedes Gericht anwenden. Männer die sich keine Zeit für ein gutes Gespräch und ein wenig Zeit für das Essen nehmen sind schlechte Liebhaber.

Foodporn kann auch fantastisches Sushi sein, asiatisches Essen überhaupt kann, aus meiner Sicht, am kunstvollsten zubereitet und präsentiert werden. Dabei ist die Umgebung aber wichtig. In Frankfurt gibt es im Moriki tolles Essen in einer gewissen IKEA-Atmosphäre, was überhaupt nicht sexy ist. Dagegen ist Sushi bei Henssler & Henssler in HH, trotz der schlichten Einrichtung, ein echter Genuss.

Essen vom Körper einer Frau

Bäh, nichts ist so unsexy, wie Männer die meinen vom Körper einer Frau zu essen sei erotisch. Die japanische Bezeichnung für eine Frau die als Teller benutzt wird lautet nyotaimori und ist die dunkle Seite der großartigen asiatischen Küche. Ich finde es unhygienisch und für die Damen extrem herabsetzend. Da ist eine Bukkake – Runde mit den Jungs im Swingerclub, wer darauf steht, angenehmer.

Überhaupt ist es merkwürdig, wenn Männer meinen sie müssten Frauen mit irgendetwas essbarem, wie Honig, beschmieren und es dann von der Haut ablecken. Honig wird behauptet sei ein tolles Gleitgel, was für ein Mist. Honig klebt und wenn es auch noch in den Intimbereich kommt, dann ist der Spaß schnell vorbei, da hilft auch kein Käptn Flutschfinger oder Häuptling Schnelle Zunge.

Essen gehört auf Teller an einem Tisch!

Champagner, der so schön prickelt

Eine Weisheit die ihre Berechtigung hat.

Eine Weisheit die ihre Berechtigung hat.

Kommen wir zu einer Ausnahme in Sachen „klebriger Sachen“. Auch Champagner kann etwas klebrig sein, aber nur wenn er über der Frau verteilt wird, was keinen Sinn macht, denn dann ist alles nass und sich in nassen Lacken fletzen ist auch nicht so sexy, außer ihr mögt Wasserspiele.

Der cunnilinguistische Kick schlechthin kann es sein, wenn der Mann es schafft einen kleinen Schluck Champagner in seinem Mundraum zu deponieren, diesen dort auf Körpertemperatur vorzuwärmen, und dann ganz vorsichtig bei seinem Zungenspiel die Schamplippen mit leichten Champagnerperlen zu benetzen. Der leicht prickelnde Champagner und eine filigrane Zungentechnik sind der Hammer auf dem Weg ins Paradies.

Wer als Mann den Champagner eisgekühlt auf die Lippen der Damen tropft wird schnell merken wie sich eine geschlossene Muschel anfühlt. Nicht ausprobieren!

Der Quickie, die Currywurst des Fodporn

Es stimmt natürlich, nicht immer ist Zeit für ein schönes Abendessen und lange Gespräche. Wobei die Mindestbuchungsdauer für ein Escortdate bei zwei Stunden liegen sollte, alles darunter hat wenig mit Escort, aber dafür mehr mit normaler Appartmentprostitution zu tun.

Manchmal ist es auch bei einem Wiedersehen so, dass du schon genau weißt was auf dich zukommt, dann ist es ebenso wie bei der Currywurst in der Mittagspause. Sie muss gut und feurig sein, dann ist zwar schlingen immer noch nicht erlaubt, aber es darf trotzdem schnell und heftig sein.

Lasst es euch schmecken!

Wenn der Liebeskasper dreimal klingelt

Mann liebt Escort, der Liebeskasper

Mein Handy hörte nicht mehr auf zu klingeln, egal ob am frühen Morgen oder zur Lunchzeit. In meinem Mailpostfach stapelten sich die Mails und auch in meinem Briefkasten gab es immer mal wieder eine Überraschung. Blumen am Arbeitsplatz und kleine Geschenke überbracht von DHL, Hermes und UPS. Für manche Frau klingt es wie ein Traum so umworben zu werden, aber wenn du als Escort dafür bezahlt wirst zu gehen und zu schweigen, dann ist ein verliebter Bucher die Hölle auf Erden.

Es ist nie auszuschließen, wenn zwei Menschen sich sexuell näherkommen und gemeinsam schöne Stunden verbringen, dass sich Gefühle einstellen. Gefühle können einen einfach plötzlich überkommen und du wirst sie nicht wieder los, erst einmal.

Trenne dein Privatleben vom Escortjob




Die einfachste Regel als Escort ist es eine strikte Trennung deines echten Lebens vom Escortjob zu praktizieren. Was einfach klingt ist allerdings nicht immer so einfach. Manchmal findest du einen Mann eben gut und der Mann das Escort noch besser. Selbst das Geld im Umschlag kann Männer manchmal nicht davon abhalten sich zu verlieben.

Viele Kolleginnen haben schon längerfristige Arrangements mit einem Mann gehabt. Es gibt sogar Ehen die aus der Beziehung Bucher/Escort entstanden sind. Dies ist allerdings die Ausnahme.

Meist sind es die Männer die sich verlieben und damit beginnt dann der komplizierte Teil einer klassischen Escort-/Bucherbeziehung, denn wenn der Liebeskasper im Mann erwacht gibt es kein zurück mehr.

Der Liebeskasper im Mann

Ein Mann der eine Frau begehrt ist etwas wundervolles und schönes. Ein liebestoller Escortbucher mit Frau, Kind und Reihenhaus eine Katastrophe, wobei auch diese Männer kurzfristig eine romantische Ader an den Tag legen. Warum verliebt sich ein Bucher in ein Escort? Wie ich es oben schon geschrieben habe, weil wir alle nur Menschen sind. Selbst die klare Logik eines Escortdates, also die Abmachung „zahlen, Spaß haben, keine Verpflichtungen“ wird dann hinterfragt.

Wenn so etwas passiert sind auch wir Damen nicht ganz unschuldig, denn irgendwie ist der Kerl an deinen echten Namen gekommen oder er hat deine Adresse herausgefunden. Wenn dies nicht mit schmutzigen Tricks (Verfolgung, Blick in die Handtasche während du schläfst, etc.) passiert, dann wolltest du es für einen kurzen Moment vielleicht zulassen, weil du auch nur eine normale Frau bist und der gut aussehende Typ der dir gerade einen teuflisch guten Orgasmus verschafft hat genau dein Beuteschema ist.

Es ist also passiert und irgendwie werden die Treffen häufiger und die Gespräche intimer und dann kommt der Moment in dem jedes Escort die Reißleine ziehen muss, wenn auf einmal von Liebe, Beziehung und Trennung von seiner Familie die Rede ist. Hier ist Schluß und jeder Bucher sollte dies verstehen, denn es geschieht eigentlich zu ihrem Schutz. Wir Escortfrauen haben uns aus guten Gründen für diesen Beruf entschieden. Die meisten Männer blenden kurzzeitig aus was wir machen und drehen spätestens dann durch, wenn sie es realisieren.

Viele wollen es nicht verstehen und beginnen mit ihrer Stalkerei, denn oft ist es dann nichts anderes. Sie versuchen es mit Geld und immer häufigeren Dates. Irgendwie wollen sie die Frau an sich binden, eine Frau die aber genau das nicht will.

Es gibt natürlich auch Frauen im Escortbusiness die genau diese Situation ausnutzen oder, boshafterweise, herbeiführen.

Wenn der Liebeskasper gemolken wird




Männer die ein Escort buchen sind in den meisten Fällen kein Geldsklave, sondern Männer die Sex ohne Verpflichtung wollen. Oft relativ wohlhabende Männer, was manche Dame in Versuchung bringt. Aus diversen Foren und Erzählungen sind mir Fälle bekannt bei denen der Mann definitiv getäuscht wurde, damit eben Dauerbuchungen und teure Geschenke zu einer festen Einnahmequelle wurden. Bei Damen die mit einer Agentur zusammenarbeiten gehen diese Fälle teilweise bis hin zum Betrug an der Agentur. Die Dame kassiert den vollen Satz für die Zeit die über die Agentur gebucht wurde und dann wird verlängert ohne Agentur, aber auch zum vollen Preis. Der Mann zahlt und ist glücklich, weil er glaubt die Escortdame seines Herzens würde seine Liebe erwidern.

Diese Beziehungen enden oft dann, wenn der Mann sich finanziell fast an den Rand des Abgrunds gebucht hat, es kommen ja oft noch Kosten für Hotel, Essen,Reisen, etc., und er seiner Herzdame offenbart, dass das Konto leer ist. Viele Ladies werden dann zur Eiskönigin und lassen ihren Prinzen wieder in den Schoß der Familie zurückkehren, die dann mit ihm die Suppe auslöffeln darf.

Hier soll es schon zu den unglaublichsten Auseinandersetzungen gekommen sein, bis hin zu Gerichtsverfahren, und ich meine jetzt nicht die Scheidung von der betrogenen Ehefrau.

Es ist manchmal sehr verführerisch einen Mann an seiner Seite zu haben der offenbar gut betucht ist und für seine Herzdame alles tut, aber wer den Job mit Moral macht wird irgendwann kein Geld mehr nehmen, wenn die Gefühle echt sind, ansonsten bleibt es ein Job.

Böses Ende

Beziehungen zwischen Escorts und Buchern enden meistens nicht gut. Dabei geht es gar nicht immer um finanzielle Aspekte, sondern auch nur um Gefühle und verletzte Seelen. Wie bei jeder Beziehung ist irgendwann das Thema Monogamie auf dem Tisch. Männer können nicht dauerhaft mit einer Frau zusammenleben die mit anderen Männern für Geld schläft. Dieser Zustand kratzt am Selbstwertgefühl des Mannes und macht ihn irgendwann depressiv.

Bei den Escorts endet es meistens damit, dass die Jungs irgendwann aufwachen und ihnen klar wird was es bedeutet, wenn sie jetzt ihr ganzes Leben für eine Prostituierte umkrempeln. Dann liegt irgendwann der letzte Umschlag auf dem Küchentisch, nur ohne Geld aber mit lieben Worten zum Abschied.

In beiden Fällen werden Menschen verletzt und ihr Misstrauen gegenüber Beziehungen wird größer. Aus diesem Grund: Sex mit Escort ist wunderbar, Sex mit Buchern ist wunderbar, aber seht euch nie wieder wenn da plötzlich mehr ist als guter Sex und ein paar schöne Gespräche, bei der A nicht wirklich weiß wer B wirklich ist.

In meiner Lieblings-CallGirl-TV-Serie wird dieses Thema übrigens sehr schön beleuchtet, schaut mal rein!