Wenn der Liebeskasper dreimal klingelt

Mann liebt Escort, der Liebeskasper

Mein Handy hörte nicht mehr auf zu klingeln, egal ob am frühen Morgen oder zur Lunchzeit. In meinem Mailpostfach stapelten sich die Mails und auch in meinem Briefkasten gab es immer mal wieder eine Überraschung. Blumen am Arbeitsplatz und kleine Geschenke überbracht von DHL, Hermes und UPS. Für manche Frau klingt es wie ein Traum so umworben zu werden, aber wenn du als Escort dafür bezahlt wirst zu gehen und zu schweigen, dann ist ein verliebter Bucher die Hölle auf Erden.

Es ist nie auszuschließen, wenn zwei Menschen sich sexuell näherkommen und gemeinsam schöne Stunden verbringen, dass sich Gefühle einstellen. Gefühle können einen einfach plötzlich überkommen und du wirst sie nicht wieder los, erst einmal.

Trenne dein Privatleben vom Escortjob

Die einfachste Regel als Escort ist es eine strikte Trennung deines echten Lebens vom Escortjob zu praktizieren. Was einfach klingt ist allerdings nicht immer so einfach. Manchmal findest du einen Mann eben gut und der Mann das Escort noch besser. Selbst das Geld im Umschlag kann Männer manchmal nicht davon abhalten sich zu verlieben.

Viele Kolleginnen haben schon längerfristige Arrangements mit einem Mann gehabt. Es gibt sogar Ehen die aus der Beziehung Bucher/Escort entstanden sind. Dies ist allerdings die Ausnahme.

Meist sind es die Männer die sich verlieben und damit beginnt dann der komplizierte Teil einer klassischen Escort-/Bucherbeziehung, denn wenn der Liebeskasper im Mann erwacht gibt es kein zurück mehr.

Der Liebeskasper im Mann

Ein Mann der eine Frau begehrt ist etwas wundervolles und schönes. Ein liebestoller Escortbucher mit Frau, Kind und Reihenhaus eine Katastrophe, wobei auch diese Männer kurzfristig eine romantische Ader an den Tag legen. Warum verliebt sich ein Bucher in ein Escort? Wie ich es oben schon geschrieben habe, weil wir alle nur Menschen sind. Selbst die klare Logik eines Escortdates, also die Abmachung „zahlen, Spaß haben, keine Verpflichtungen“ wird dann hinterfragt.

Wenn so etwas passiert sind auch wir Damen nicht ganz unschuldig, denn irgendwie ist der Kerl an deinen echten Namen gekommen oder er hat deine Adresse herausgefunden. Wenn dies nicht mit schmutzigen Tricks (Verfolgung, Blick in die Handtasche während du schläfst, etc.) passiert, dann wolltest du es für einen kurzen Moment vielleicht zulassen, weil du auch nur eine normale Frau bist und der gut aussehende Typ der dir gerade einen teuflisch guten Orgasmus verschafft hat genau dein Beuteschema ist.

Es ist also passiert und irgendwie werden die Treffen häufiger und die Gespräche intimer und dann kommt der Moment in dem jedes Escort die Reißleine ziehen muss, wenn auf einmal von Liebe, Beziehung und Trennung von seiner Familie die Rede ist. Hier ist Schluß und jeder Bucher sollte dies verstehen, denn es geschieht eigentlich zu ihrem Schutz. Wir Escortfrauen haben uns aus guten Gründen für diesen Beruf entschieden. Die meisten Männer blenden kurzzeitig aus was wir machen und drehen spätestens dann durch, wenn sie es realisieren.

Viele wollen es nicht verstehen und beginnen mit ihrer Stalkerei, denn oft ist es dann nichts anderes. Sie versuchen es mit Geld und immer häufigeren Dates. Irgendwie wollen sie die Frau an sich binden, eine Frau die aber genau das nicht will.

Es gibt natürlich auch Frauen im Escortbusiness die genau diese Situation ausnutzen oder, boshafterweise, herbeiführen.

Wenn der Liebeskasper gemolken wird

Männer die ein Escort buchen sind in den meisten Fällen kein Geldsklave, sondern Männer die Sex ohne Verpflichtung wollen. Oft relativ wohlhabende Männer, was manche Dame in Versuchung bringt. Aus diversen Foren und Erzählungen sind mir Fälle bekannt bei denen der Mann definitiv getäuscht wurde, damit eben Dauerbuchungen und teure Geschenke zu einer festen Einnahmequelle wurden. Bei Damen die mit einer Agentur zusammenarbeiten gehen diese Fälle teilweise bis hin zum Betrug an der Agentur. Die Dame kassiert den vollen Satz für die Zeit die über die Agentur gebucht wurde und dann wird verlängert ohne Agentur, aber auch zum vollen Preis. Der Mann zahlt und ist glücklich, weil er glaubt die Escortdame seines Herzens würde seine Liebe erwidern.

Diese Beziehungen enden oft dann, wenn der Mann sich finanziell fast an den Rand des Abgrunds gebucht hat, es kommen ja oft noch Kosten für Hotel, Essen,Reisen, etc., und er seiner Herzdame offenbart, dass das Konto leer ist. Viele Ladies werden dann zur Eiskönigin und lassen ihren Prinzen wieder in den Schoß der Familie zurückkehren, die dann mit ihm die Suppe auslöffeln darf.

Hier soll es schon zu den unglaublichsten Auseinandersetzungen gekommen sein, bis hin zu Gerichtsverfahren, und ich meine jetzt nicht die Scheidung von der betrogenen Ehefrau.

Es ist manchmal sehr verführerisch einen Mann an seiner Seite zu haben der offenbar gut betucht ist und für seine Herzdame alles tut, aber wer den Job mit Moral macht wird irgendwann kein Geld mehr nehmen, wenn die Gefühle echt sind, ansonsten bleibt es ein Job.

Böses Ende

Beziehungen zwischen Escorts und Buchern enden meistens nicht gut. Dabei geht es gar nicht immer um finanzielle Aspekte, sondern auch nur um Gefühle und verletzte Seelen. Wie bei jeder Beziehung ist irgendwann das Thema Monogamie auf dem Tisch. Männer können nicht dauerhaft mit einer Frau zusammenleben die mit anderen Männern für Geld schläft. Dieser Zustand kratzt am Selbstwertgefühl des Mannes und macht ihn irgendwann depressiv.

Bei den Escorts endet es meistens damit, dass die Jungs irgendwann aufwachen und ihnen klar wird was es bedeutet, wenn sie jetzt ihr ganzes Leben für eine Prostituierte umkrempeln. Dann liegt irgendwann der letzte Umschlag auf dem Küchentisch, nur ohne Geld aber mit lieben Worten zum Abschied.

In beiden Fällen werden Menschen verletzt und ihr Misstrauen gegenüber Beziehungen wird größer. Aus diesem Grund: Sex mit Escort ist wunderbar, Sex mit Buchern ist wunderbar, aber seht euch nie wieder wenn da plötzlich mehr ist als guter Sex und ein paar schöne Gespräche, bei der A nicht wirklich weiß wer B wirklich ist.

In meiner Lieblings-CallGirl-TV-Serie wird dieses Thema übrigens sehr schön beleuchtet, schaut mal rein!

Oh Nein! Unser Kind ist eine Hure

Wenn die Eltern wissen, dass Du dein Geld als Hure verdienst

Meine Eltern sind sehr stolz auf mein abgeschlossenes Jurastudium, meinen Job als Juristin und auf meinen Bruder und seine zwei Kinder im norddeutschen Reihenhaus. Weniger stolz sind sie darüber, dass ich noch keine zwei Kinder und kein Reihenhaus habe, dafür würde ich einen festen Partner benötigen, aber den gibt es eben nicht so schnell für eine erfolgreiche und unabhängige Frau.

Überhaupt nicht stolz sind meine Eltern über mein Hobby als Escort, oder um es mit ihren Worten zu sagen „Unser Kind ist eine Hure, was haben wir falsch gemacht?“

Wie es rauskam

Manche jungen Frauen lassen sich nackt für den Playboy fotografieren und erzählen es ihren Eltern erst dann, wenn das Männermagazin am Kios liegt, weil sie sich eiegntlich dafür schämen diese Bilder gemacht zu haben. Es soll Väter geben die ihre erwachsenen Töchter im Playboy das erste Mal nackt gesehen haben. Die meisten von ihnen sollen stolz wie Oskar sein, aber viele geben es auch nicht zu, denn sich einfach nackt ausziehen, und damit von jedem der sich so ein Heft kaufen kann, begaffen lassen zu können ist ein moralisches Problem.

Die Feststellung das ein Kind als Prostituierte arbeitet ist ein noch viel größeres moralisches Problem. Wie haben meine Eltern erfahren was ich mache und hat es sie interessiert warum ich es mache. Wie sie es erfahren haben ist meiner Faulheit zu verdanken. Zudem auch noch meiner Abneigung bestimmte Dinge zu verbergen.

Hat es meine Eltern interessiert warum ich für Geld mit Männern schlafe? Eher weniger, denn die Tatsache alleine ist schon schlimm genug und wenn dann machen Frauen es aus Geldnot oder weil sie als Kind von ihrem Vater sexuell missbraucht wurden. Beides kann ich für mich verneinen und für viele Kolleginnen sind dies wohl auch nicht die Gründe warum sie als Escort arbeiten.

Meine Mutter fand es heraus, weil ich sie gebeten hatte, sich etwas Geld aus meiner „Spardose“ in der Küche zu nehmen. In dieser Spardose befanden sich von einem letzten Date einige etwas größere Scheine und daneben lag mein kleines Kassenbuch. Wie Mütter nun einmal sind, nämlich mit einer gewissen Neugier versehen, schaute sie in das Buch. Dann herrschte erst einmal längeres Schweigen, was mir nicht sofort auffiel. Meine Mutter zog los und meinte sie komme gleich mit den Erledigungen wieder.

Nach zwei Stunden fiel mir auf, dass meine Mutter für ein paar Erledigungen im Supermarkt etwas lange brauchte. An ihr Handy ging sie nicht, da ich auch zu einem Termin musste, machte ich mich auf den Weg und fand meine Mutter in einem kleinen Café bei mir um die Ecke. Sie schaute auf die Strasse und sah verheult aus. ich setze mich zu ihr an den Tisch und fragte was los sei.

Wieder kamen ihr Tränen und dann fragte sie mich ganz direkt ob ich für Geld mit Männern schlafen würde. Ob ihre Tochter eine Nutte sei, ob sie das verdient hätte und warum ich das machen würde.

Meine Mutter hatte schlicht und einfach aus den wenigen Kassenbuchnotizen die richtigen Schlüsse gezogen. Namen von Männern, versehen mit einem Datum und einer Uhrzeit und einem Geldbetrag sprechen eine eindeutige Sprache, auch wenn es nur wenige Einträge sind.

Zuerst einmal zahlte ich die zwei Schnäpse und den Kaffee meiner Mutter, dann sagte ich meinen Termin ab und ging mit ihr nach Hause. Wohin sie zuerst nicht wollte, da sie dachte ich würde auch dort meinem Nuttengeschäft nachgehen.

Der Tag wurde lang und ich musste viele Tränen meiner Mutter wegwischen bis sie einigermaßen verstand was ich da tat und warum. Sie verstand es, aber sie würde es nie akzeptieren, darüber bin ich mir sofort im Klaren gewesen. Sie dachte ich hätte Geldsorgen und sie würden mir helfen können, aber ich musste alle Gründe die ihr einfielen verneinen.

Spaß ist für meine Mutter kein Grund gewesen. Sie habe auch nicht immer ein erfülltes Sexleben gehabt und mein Vater sei auch nicht gerade eine Sexkanone (Dinge die ich nicht hören wollte), aber deshalb sei sie nicht mit einem anderen Mann ins Bett gegangen und schon gar nicht für Geld.

Mein Vater

Nach dem meine Mutter und ich uns zwei Tage lang ausgesprochen hatten, und somit unser gemeinsames Wochenende in Frankfurt ein sehr monothematisches Wochenende war, musste sie wieder zurück zu meinem Vater ins Reihenhaus nach Norddeutschland. Sie müsse es ihm sagen hatte sie mir gesagt und sie tat es auch.

Was genau bei meinen Eltern im Reihenhaus passiert ist, als er es erfahren hatte, habe ich nie herausgefunden. Mein Vater sprach erst einmal zwei Monate nicht mit mir, dann rief er an und meldete einen Besuch an. Ein Nein würde er nicht akzeptieren, ich solle alle Termine absagen, vor allem wenn ich an diesem Tag einen Nuttentermin habe.



Ich bin eine selbstständige Frau und dennoch hatte ich die Hosen ziemlich voll als er vor der Tür stand. Ein Strauß Blumen in der Hand und eine Flasche Sekt im Arm. „So etwas bekommst du von deinen Freiern wohl eher nicht“, mit diesen Worten begrüßte er mich.

Es wurde ein langer Tag. Ein Tag an dem ich ihm erklärte warum ich keine Nutte bin, sondern wenn dann eine Hure. Warum Escort und Strassenstrich meilenweit voneinander entfernt sind und ich keinen Zuhälter habe der mich regelmäßig schlägt und mich um mein Geld betrügt.

Es wäre gelogen, wenn mein Vater akzeptieren würde was ich mache, aber er nimmt es hin und er spricht mit mir. Er will nichts über das Thema hören und verlangt auch von mir nicht darüber zu sprechen. Meine Mutter ist da anders. Manchmal will sie wissen wie ein Date gewesen ist, wenn sie weiß das ich einen Escorttermin habe. Sie findet es teilweise aufregend, vor allen nachdem sie verstanden hat was und warum ich es mache.

Hure oder Schlampe

Meinen Vater habe ich einmal gefragt, ob es einen Unterschied machen würde, wenn ich mit vielen Männern schlafen würde, dafür dann aber kein Geld nehmen würde.

Es gab natürlich einen Unterschied. Würde ich mit vielen Männern schlafen ohne finanziellen Hintergrund, dann sei ich eben eine Schlampe. So bin ich die Hure für ihn.

Huren haben übrigens keine Chance auf ein intaktes Familienleben und aus diesem Grund hat sich mein Vater davon verabschiedet jemals Opa, von einem Kind von mir, zu werden.

Schmerzende Wahrheit

Meine Eltern wissen was ich mache. Meine Mutter kann damit, auch wegen ihrer Neugier, damit leben und umgehen. Mein Vater ist enttäuscht und spielt der Familie und mir etwas vor. Die Wahrheit ist schmerzhaft, aber meine Eltern auf Dauer zu belügen würde wohl noch mehr schmerzen.

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Germanys next Topescort

Ob Topmodel oder Topescort, beide müssen immer gut aussehen.

Gestern Abend hat Heidi Klum in Begleitung ihrer beiden Modellehrer Thomas Hayo und Michael Michalsky die hübsche Kim zum neuen deutschen Topmodel auserkoren. Zugegeben die Kim ist eine ganz hübsche, aber sie ist irgendwie auch ein bissl gewöhnlich. Fata ist da ein ganz anderes Kaliber gewesen und auch die Tochter von Mathieu Carrière, einem der überheblichsten Dackel die ich kenne, Elena hatte deutlich mehr Erotik und Sex in ihrem Walk in den „erotischen Klamotten“ als die Siegerin. Darum soll es aber hier aber nicht gehen, denn hier geht es um Escorts und nicht um Topmodels, wobei beide viel gemeinsam haben.

Fast jede der jungen Frauen die ich in der elften Staffel gesehen habe, hätte auch als Escort arbeiten können.

Models prostituieren sich auch

Sehen wir es doch einmal ganz pragmatisch. Escorts verkaufen ihren Körper für Geld und Models ebenfalls. Gefühlt hat ein High-Class-Escort mehr Einfluß auf den nächsten (Blow)Job als ein Topmodel. Beim Escorting ist klar worum es geht: Geld gegen Sex. Männer bekommen ihr Ego aufgepimpt und zahlen dafür. Die Frauen bieten sich den Männern an und alles findet in abgestimmten Grenzen statt. Sehe ich mir GNTM an, dann frage ich mich wer den schlechteren Job hat. Die Mädels die auf dem Weg zur Modelkarriere auch Dinge machen müssen, die sie nicht so gut finden, oder Escorts die sich nicht die Haare abschneiden lassen müssen, damit die Mutter des Hauses es alles gut findet.

Nehmen wir Stefanie Giesinger, auch ein GNTM-Star, was muss sie machen um Aufmerksamkeit zu bekommen? Blank ziehen und sich ihre Nippel für Instagram abdecken lassen, damit ja kein Tugendwächter in den Staaten in Ohnmacht fällt weil eine Frau ihre Brüste zeigt.

Shot by @linatesch 🍋 So in love with her work 😍🙏🏽

Ein von Stefanie Giesinger (@stefaniegiesinger) gepostetes Foto am

Wunderschönes Bild von der süßen Maus, aber damit würde sie auch auf jeder Escortwebseite für sich werben können.

Zurück dazu wer es besser hat, ein Topmodel oder ein Highclass-Escort. Beide sind sicherlich in ähnlichen Gehaltsbereichen unterwegs. Die größere Freiheit bringt für mich der Job als Escort mit. Ich wähle die Männer aus und kann mich sogar verwöhnen lassen. Als Tomodel stehe ich, wie als Escort auch, in einem gnadenlosen Wettbewerb. Hübsche Frauen die ihre Körper verkaufen gibt es genügend auf der Welt, ob auf dem Catwalk oder auf der Bettkante.

Escorts reisen viel, Models auch. Escorts haben viel Sex, Models wohl ab und an auch, aber, und hier sehe ich einen Unterschied, ob der immer so ganz ohne Druck stattfindet. Wie ist es denn schon in der Show mit den Nachwuchsmodels. Gestern Abend mussten sich die beiden Mädchen von irgendeinem Typen während ihrer Fotoaufnahmen betatschen lassen. Finde ich blöd und unnötig, als Teil eines Rollenspiels von mir aus, aber so. No Go!

Fata und Elena C. können jetzt befreit durchstarten, ihr Leben und den Kauf einer Einbauküche in die Hand nehmen. Vielleicht gibt es auch Angebote von charmanten Herren die sich einmal mit einer der GNTM-Teilnehmerinnen als Begleiterin sehen lassen wollen. Klassisches Dinnerdate, anstatt Catwalkshow und Besetzungscouch.

Topmodel-Escorts, was ist es euch wert Jungs?

Für die Männer die hier mitlesen, aber selten was sagen. Kommentieren und sich aus der Deckung wagen ist eher so ein Frauending, an dieser Stelle einmal ein Danke an die Kommentatorinnen und Mailschreiberinnen. Zurück zu euch Männern: Würdet ihr für eine Nacht mit einem Topmodel, egal ob von GNTM, die ihre Dienste als Escort anbietet, mehr zahlen als für ein normales Escortdate?

Ich bin gespannt.

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Escorts sind alles sexsüchtige kranke Weiber

Sind Escorts sexsüchtige und kranke Weiber?

Der hatte gesessen. Ein Satz wie aus einer Pistole direkt ins Gesicht. „Du bist doch krank, ein krankes sexsüchtiges Weib!“ Mit diesem Satz hatte eine alte Freundin darauf reagiert, als sie erfahren hat was ich in meiner Freizeit so mache.

Im Zuge dieser Aussage knallte sie mir dann gleich noch ein paar Nettigkeiten um die Ohren und meldete sich nie wieder. Brauche ich diese Freundin, fragte ich mich dann. Eine klare Antwort fiel mir erst schwer, aber dann kam sie mit einer klaren Eindeutigkeit. Ich brauche solche Menschen, die mich belasten, nicht in meinem Umfeld.

Sind wir sexsüchtig?

Frau macht sich dann doch ein paar Gedanken nach einem solchen Satz. Bin ich sexsüchtig, mache ich deswegen Escort als Hobby, damit meine Sucht befriedigt wird und ich davon profitiere. Im Netz bin ich auf einen Artikel aufmerksam geworden in dem eine Escortlady über dieses Thema spricht:

„Ich wollte mehr Sex, als ich tatsächlich hatte. Ich habe gern einmal am Tag Sex, gerne auch zweimal. Aber ständig in Klubs zu gehen, das war mir zu anstrengend. Dann unterhält man sich stundenlang und am Ende passt es doch nicht.“

Auch bei ihr gibt es einen starken Drang nach sexueller Befriedigung, aber ich würde sie und mich nicht als sexsüchtig einstufen. Sexsucht ist eine Krankheit und kann bei Männern, viel mehr als bei Frauen, auch den wirtschaftlichen Ruin bedeuten. Während Frauen rein theoretisch viel mehr Möglichkeiten haben ein starkes sexuelles Verlagen in goldene Münze zu wandeln, ist es bei Männern umgekehrt. Sie müssen für einen extrem starken Drang nach häufigem Sex oft zahlen, wenn die eigene Partnerin den Rhythmus des Partners nicht mitgehen kann, oder will.

Frauen die als Escort arbeiten haben sicherlich eine positivere Einstellung zum Sex als Frauen die es bevorzugen in einer festen Partnerschaft, ohne Eskapden in Clubs und/oder bei Swingerpartys, zu leben.

Also ein klares Nein, Escorts sind nicht sexsüchtig. Krank sind wir auch nicht, nur weil wir gerne mit anderen Männern Sex haben. Es ist ein innerer Antrieb der uns Sexualität und Erotik intensiver und vielfältiger erleben lässt.

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Partnerschaft & Escort sein, geht das?

Kann eine Escortdame eine feste Partnerschaft haben

Hast du einen Partner, diese Frage hat mir vor zwei Tagen eine Leserin gestellt. Neugierig wollte sie wissen wie ich, wenn ich die Frage mit Ja beantworten würde, damit umgehe.

Persönlich kommen für mich zwei Dinge zusammen. In meinen richtigen Job bin ich sehr viel unterwegs, außerdem habe ich mich für eine Karriere in einem großen Unternehmen entschieden. Dies ist auch heute noch für Frauen ein Beziehungskiller, denn irgendwann möchten Männer ein Kind und eine Frau die das Kind großzieht. Dieses klassische Rollenmodell weicht zwar langsam auf, aber dennoch sind Kind und Karriere schwierig unter einen Hut zu bringen. Vielleicht ist es aber auch nur eine gute Ausrede für mich, damit ich meinem Lebensstil treu bleiben kann.

Dann habe ich ein Hobby bei dem ich regelmäßig mit unterschiedlichen Männern schlafe, ein Umstand der keinem Mann besonders gut gefällt. Mir sind persönlich einige Beziehungen von Escortdamen bekannt die eine glückliche und stabile Beziehung führen. Es gibt Ladies die haben sogar Kinder, für mich ein No-Go, denn wie soll ich es meinem Kind irgendwann erklären. Wie soll ich einem Kind erklären, dass Mama mit unterschiedlichen Männern schläft und auch noch Papa lieb hat. Vielleicht ist dies auch nur eine Ausrede für mich, aber eine bequeme und moralische dazu.

Partner die es anmacht

Partner habe und hatte ich immer wieder. Die meisten wussten von meiner Tätigkeit in den Betten der Hotels dieser Welt, einige hat es sogar regelrecht angemacht. Diese Männer hätten ebenso gut Bucher sein können, denn die Beziehungen mit ihnen hat fast etwas von einem Dauerarragement, bei dem ich mir ab und an noch einmal einen anderen Mann ins Bett holen konnte. Diese Beziehungen gingen nie lange, vor allem weil diese Männer in einer gewissen Form für mich auch gestört gewesen sind, denn welcher Mann findet es wirklich erregend, wenn seine Frau gerade frisch vom Date kommt.

Schwieriger sind die Beziehungen gewesen bei denen der Mann und ich versuchten eine ernsthafte und dauerhafte Gemeinschaft aufzubauen. Meistens habe ich in dieser Zeit meine Verabredungen stark eingeschränkt, trotzdem habe ich es nie ganz gelassen, denn ich mag es und es gehört zu mir.

Meine längste Beziehung mit einem Mann dauerte drei Jahre. Drei Jahre in denen ich den Mann den ich geliebt habe, und wohl noch liebe, sehr gequält habe. Zuerst dachte ich, dass er sehr gut damit klarkommt, aber irgendwann wurde mir klar wie sehr er leidet.

Partner die am Rad drehen

Mir sind einige Erlebnisse in keiner guten Erinnerung, sie lösen bei mir regelrechte seelische Schmerzen aus. Jan, nennen wir ihn einmal so, wusste von einem Date mit einem Kunden in einem Hotel in Bremen. Er wusste wie lange ich diesen Mann treffe und das ich vorhatte noch am selben Abend in meine damalige Wohnung nach Hamburg zurückzukehren.

Jan hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Lebensmittelpunkt in München und wartete sehnsüchtig darauf, dass ich mich bei ihm melde. Mein Date hatte länger gedauert und ich musste mich beeilen, damit ich den letzten IC nach HH bekommen würde. Zu dieser Zeit lag mein Führerschein gerade bei der Polizei, da ich es mit der Geschwindigkeit etwas übertrieben hatte.

Im IC sitzend explodierte mein Handy. Jan hatte über 40 Nachrichten geschickt. Es dauerte fast die ganze Fahrt ihn wieder zu beruhigen. In seinem Kopf hatten sich in den vier Stunden des Dates wahre Horrorstorys aufgebaut. Er saß da in seiner Wohnung in München und starb vor Angst um mich. Seine Gefühle schwankten an diesem Abend zwischen Ekel und dem Wunsch mich fest in den Arm zu nehmen. Er musste mir Vertrauen und ich versuchte ihn aufzubauen, aber diese Angst um mich hat ihn nie losgelassen, es hat ihn aufgefressen und fast, wir haben beide die Reißleine gezogen, in den Wahnsinn getrieben.

Einmal hatte ich die Idee mit Jan über ein Wochenende nach Frankfurt zu fahren, als ich dort noch nicht dauerhaft wohnte. Wir quartieren uns in der Villa Kennedy ein und hatten ein tolles Wochenende vor uns. Die Bombe platze am Samstagmorgen beim Frühstück. Wir hatten uns gerade einen schönen Platz gesucht, da grinste mich vom Nachbartisch ein Mann an, in Begleitung einer sehr netten und attraktiven Dame. Der Mann, einer meiner Stammkunden, hatte sich was Nettes zum Spielen übers Wochenende eingeladen, so nannte er sie ein paar Minuten später als er sich zu mir ans Buffet gestellt hatte.

Breit grinsend fragte er mich, wer denn mein Begleiter sei und ob ich und er nicht Lust auf einen flotten Vierer hätten. Jan bekam die letzten Fetzen des Gesprächs leider mit und unser Wochenende zerbarst wie eine Seifenblase. Nicht weil er es unmöglich fand, dass mich ein Bucher anspricht, sondern weil ich es sofort verneint hatte. In seinem Kopf hatte die Sexfantasiemaschine alle Räder angeworfen und er wurde richtig böse, weil er meinte um eine einmalige sexuelle Erfahrung betrogen worden zu sein. Meine Argumente, dass ich meinen festen Partner nicht mit einem Bucher teilen wolle, konnte und wollte er nicht verstehen.

Zusätzlich wollte er plötzlich wissen was ich denn alles schon mit diesem Herren gemacht hätte. Ein Tabuthema, denn ich will über diese Dinge nicht zuhause sprechen. Sie würden einen Partner dauerhaft nur verletzen, oder würdet ihr eurem festen Partner erzählen was ihr mit anderen Männer im Bett erlebt. Klar, bei mir wäre das ein bisschen so wie wenn Frau nach Hause kommt und vom Bürojob erzählt, aber den habe ich auch noch und diesen Alltag teile ich gerne mit meinem Partner.

Partnerschaft und Escort sind zwei Dinge die nicht gut miteinander harmonieren, außer euer Partner ist ein totaler Cuckold.

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Darm Alarm beim Escort-Date

Nicht immer geht alles glatt bei Escort-Date.

Bei einem Escort-Date sind die meisten daran beteiligten Protagonisten daran interessiert in einem möglichst guten Licht zu erscheinen. Zu allererst natürlich das Escort, denn ein ordentliches Auftreten ist das A & O in diesem Job. Der Bucher versucht natürlich auch immer gut auzusehen, auch wenn das modische Geschick mancher Männer dies teilweise ordentlich nach hinten losgehen lässt. Um Kleidungs-/ und Stilfragen geht es aber nicht, denn ich wurde von einer Leserin gefragt, was ich mache, wenn es mir nicht gut geht, bzw. einem Bucher.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Es gibt Tage und Wochen im Jahr da hustet und schnieft jeder vor sich hin, so lange ich nicht ansteckend bin habe ich auch schon in Absprache mit meinen Kunden Datetermine wahrgenommen und mir bisweilen auch schon die ein oder andere Erkältung von einem Herren mitgenommen. Für manche Bucher ist ein Escortdate fest eingeplant und einfach im Terminkalender, egal was da gerade alles im Hals-/Rachenraum vor sich geht. Für mich ein klarer Grund auch einmal ein Date abzubrechen, denn Sex und Erotik bei Dauerhusten und laufender Nase sind für mich kein Fetisch dem ich gerne nachgehen möchte. Wer richtig krank ist, ist krank und sollte sich auskurieren, aber nicht bezahlte Sexdates absolvieren.

Laktose, Gluten und der nervöse Magen

Ein anderes Feld ist das Thema Lebensmittelunverträglichkeit. Immer mehr Menschen vertragen Lebensmittel nicht mehr oder essen bestimmte Dinge einfach nicht. Ein Lunch oder ein Dinner mit einem Vegetarier oder Veganer ist für mich kein besonderes Vergnügen, denn ich liebe Fleisch, aber dies gehört hier jetzt nicht hin.

Bei einem Date mit dem Programmpunkt Essen frage ich den Herren meist vorher, ob es bestimmte Dinge gibt auf die ich bei der Restaurantauswahl achten soll, zumindest dann wenn mir dieser Part überlassen wird. Dabei kommen dann auch die Unverträglichkeiten zur Sprache. Wenn frau es weiß, dann kann meist nichts schiefgehen.

Manchmal kommt es allerdings vor, dass es nun dennoch im Magen grummelt, weil vielleicht doch richtige Milch verarbeitet wurde und keine laktosefreie, dann wird ein Escort-Date, wie jedes andere Date auch, schon einmal ungemütlich.

Es ist nicht zu verhindern, dass es plötzlich im Magen-Darm-Bereich nach einem Essen zu merkwürdigen Reaktionen kommt. Am besten ist der offene Umgang damit, wenn es einem nicht gut geht im Magen oder eben der Darm Alarm macht, dann sollte diese Information an die Escortdame auch entsprechend lauten, dass es einem gerade nicht gut geht, aus diesem und jenen Grund. Alle anderen Vermutungen könnten und sollten zu einem Abbruch des Dates führen, denn niemand möchte eine Magen-Darm-Infektion bekommen. Da gelungene Erotik auch viel mit Reinlichkeit im Zusammenhang steht, sollte es hier bei Erkrankungen in diesem Bereich kein Pardon geben.

Schlimmer ist die Abteilung nervöser Magen. Endlich ist das erhoffte Date gekommen und dann schlägt der Magen zu. Persönlich glaube ich ganz oft an schlechtes Gewissen, wenn es dann so plötzlich rumort und tost. Für mich auch ein Grund das Date eher mit einem Essen ausklingen zu lassen, anstatt mir das Geklucker im Bett anzuhören.

Wenn es dann aber doch passiert, also zum Beispiel bei einem Overnight, dann bleibt auch nur der offene und ehrliche Umgang mit dem Thema. Gerade in einem Hotelzimmer, mit den immer merkwürdiger angeordneten Toiletten, ist es teilweise kaum unumgänglich auch nicht gewünschte Geräusche zu hören. Alles keine schönen Dinge, aber auch nur menschlich. Für mich galt immer die Regel offen reagieren, mit dem Gast sprechen. Glücklicherweise ist es mir noch nicht passiert, aber ich habe auch schon einmal die halbe Nacht in einem Florenzer Hotel mit einem Hörbuch verbracht, weil es meinem Wochenende-Date nicht gut ging. Wir mussten sogar früher abreisen.

Es gibt eben nicht nur die bunten und schönen Seiten beim Escort, sondern auch viele Dinge die sehr menschlich sind, denn Escort hat viel mit Mensch sein zu tun, oder etwa nicht?

30 Frauen und 30 Orgasmen

Cover zum Buch Orgasmus.

Wenn ich an meinen ersten Orgasmus denke, dann ist es heute noch ein ziemlich überraschender Moment. Sex hatte ich bereits das erste Mal mit 15 gehabt, also Sex, kein Gefummel. Wir Frauen wissen, dass dieser erste Sex sehr zärtlich und unbeholfen sein kann, von beiden Seiten. Das Glück dabei einen Orgasmus zu bekommen, haben wohl die wenigsten gehabt.

Ältere Freundinnen berichteten damals von Sternstunden, von Momenten in denen sie am liebsten das ganze Haus zusammengebrüllt hätten, aber es nicht konnten, weil ihre Eltern ja nur drei Zimmer weiter lagen. Also so richtig cool ist das mit den Orgasmen unter 20 bei mir nicht gewesen. Mir fehlte, wie ich heute weiß die innere Ruhe, wie auch, wenn der Typ über dir noch nicht so richtig weiß was er machen soll und zum anderen jeden Moment deine kleine Schwester oder die Eltern an die Tür klopfen könnten.

Mit der ersten eigenen Wohnung wurde alles besser und noch besser wurde alles mit der ersten Frau in meinem Leben die dann auch noch den ersten älteren Mann in mein Sexleben integrierte. Bei älteren Mann meine ich in diesem Fall, dass ich 22 Jahre jung gewesen bin und er 39 Lenze zählte, dazu sah er auch noch gut aus und hatte erste graue Haare, fand ich schon cool. Sein Cabrio auch….

Es soll aber nicht um meine ersten Erlebnisse mit la petit mort gehen, sondern um ein Buch zum Thema Orgasmus.

Orgasmus: 30 Frauen berichten über ihre Erfahrungen damit

Keren aus Israel entdeckt sich beim Orgasmus selbst.

Keren aus Israel entdeckt sich beim Orgasmus selbst.

 

Bis ich, und hier komme ich doch nochmal auf mich zu sprechen, meinen ersten richtigen Orgasmus erlebt habe, hat es etwas gedauert. Erfahrung mit dem eigenen Körper, die richtige Umgebung, der richtige Moment, der richtige Partner bzw. die richtige Partnerin. Es gibt viele Dinge die für einen Orgasmus eine wichtige Rolle spielen, aus diesem Grund haben die Autorin Marion Schneider und die Fotografin Linda Troeller (Lindas Webseite) dreißig Frauen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen nach ihren Erfahrungen mit dem Orgasmus befragt.

Der intimste Moment einer Frau als Fragebogen, klingt wie eine fachärztliche Untersuchung, dachte ich mir im ersten Moment und musste meine Meinung schnell revidieren. Was Marion Schneider und Linda Troeller mit ihrem Buch, das 2014 zuerst in englischer Sprache erschienen ist, geschaffen haben ist ein sehr schöner Einblick in die Seele der Frau (und eines Mannes, der sich aber am liebsten als Frau verkleidet).

Marion Schneider befragte die Frauen und Linda Troeller sorgte für die fotografische Inszenierung der intimen Momente einer Frau.

Orgasmusfragen

Es gab fünf Fragen an jede Frau, nach der zweiten und dritten Frage machte Linda Troeller ihre Bilder. Die Fragen lauteten:

  • Was bedeutet das Wort Orgasmus für dich?
  • Kannst du dich an deinen ersten Orgasmus erinnern und deine Gefühle vor der Kamera zeigen?
  • Kannst du dich an deinen stärksten Orgasmus erinnern und deine Gefühle darstellen?
  • Hast du Fantasien, die dir dabei helfen, einen Orgasmus herbeizuführen?
  • Was bedeutet der Orgasmus für die Gesellschaft, die Zukunft der Welt?

Über was reden die Frauen bei diesen Fragen? Und wie beantwortet frau die philosophische Frage in Sachen Zukunft und Orgasmus. Es gab also genügend Gründe mich intensiv mit dem Buch zu beschäftigen.

Viele Worte

Noch nie habe ich so viele Worte über den Orgasmus gelesen und noch nie ist mir aufgefallen wie sehr er die meisten Frauen miteinander verbindet. Wir durchleben offenbar alle ähnliche Erfahrungen. Erste Orgasmen in der Jugendzeit, durch Masturbation oder durch erste sexuelle Kontakte. Dann folgt eine Zeit des Reifens, so wohl als Frau, aber auch mit und durch unseren Körper und die Fähigkeit Lust zu empfinden.

copyright linda troeller konkursbuch verlag-aus orgasmus2

»Feurige Schauer jagten an meinen Schenkeln entlang« ist Lindas Statement zu ihrem Orgasmus

Es sind meist eigene Fantasien die uns antreiben und zu schönen Höhepunkten kommen lassen, am schönsten fand ich die bei der eine der Frauen alleine mit ihrem Partner auf einem Berg oder auf dem Meer kommen möchte. Ungestört von Wänden und Nachbarn.

Der Orgasmus ist auch, fast immer, eine Reise zu uns selbst. Viele entdecken sich und ihren Körper dabei ganz intensiv und nur für sich. Ob es Sonnenstrahlen sind die uns anregen und uns zu besonders intensiven Momenten treiben lassen, oder ob wir durch unsere Stimme und den Schrei nach Lust unseren Orgasmus noch stärker werden lassen können.

Orgasmen können so unterschiedlich sein, sie können durch Penetration hervorgerufen werden oder durch reine klitorale Stimulation. Selbst durch Analverkehr kommen manche Frauen zu einem Orgasmus. Wobei die Diskussion über den klitoralen Orgasmus und den vaginalen Orgasmus hier nicht geführt wird, sie finden einfach statt.

Selbst das umstrittene Thema »squirten« kommt im Buch vor, obwohl es ja große Diskussionen darüber gibt, ob eine weibliche Ejakulation überhaupt möglich ist.

copyright linda troeller konkursbuch verlag-aus orgasmus3

Amelia, sie verlangt möglichst oft nach einem Orgasmus und liebt es zu squirten.

Die dunkle Seite

Der Orgasmus ist mit vielen schönen Momenten verbunden und dennoch gibt es auch im Buch von Marion Schneider eine dunkle Seite. Marianne berichtet im Buch über die sexuellen Übergriffe ihres Vaters und wie sie mit ihm, als Kind, ihre ersten Orgasmuserfahrungen gemacht hat. Das Männer Kinder mißbrauchen ist eine der schlimmsten Dinge die auf dieser Wet passieren, leider täglich, aber genau aus diesem Grund fand ich es gut, dass es auch hier angesprochen wird.

Mein Fazit

Ein spannendes, manchmal nachdenklich machendes, aber meist auch sehr unterhaltsames Buch. Besonders gut haben mir die Fotografien gefallen. Normale Frauen die sich sehr natürlich vor der Kamera verhalten sind heute nicht mehr oft anzutreffen, überall geht es nur noch im Hochglanz und Luxuspose. Da sind die Bilder eine angenehme und schöne Ausnahme von der Regel.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Cover zum Buch Orgasmus.

Cover zum Buch Orgasmus.

Das Buch im Onlinehandel: Orgasmus. Interviews und Fotografien

Alle Bilder: Linda Troeller/konkursbuchverlag

Escortbucher oder Pornokonsument

Pornojunkies schenken keine Blumen. Escortbucher schon.

Maria warum soll ein Mann sich eine Frau buchen, dafür Geld zahlen, wenn er doch im Internet alle Phantasien umsonst bekommt. Eine gute Frage, aber auch eine mit einer relativ einfachen Antwort. Es sind unterschiedliche Männertypen die von den beiden Möglichkeiten angesprochen werden. Was unterscheidet den Escortbucher vom Pornokonsumenten?

Männer die gerne Porno schauen

Alle Männer schauen gerne Porno, da gibt es keine Einschränkung. Unterschiedlich ist nur was sie sich gerne ansehen. Das Angebot ist relativ groß und geht von Angeboten wie ersties.com, bei dem sich junge Studentinnen angeblich das erste Mal nackt vor der Cam zeigen bis hin zu den Hardcoreangeboten aus dem Hause Kink.com. heute kann im Netz nahezu jeder glücklich werden.

Porno schauen ist die schnelle Befriedigung eines Triebs, Männer die Pornos schauen betrügen dabei ihre Frauen nicht. Diese sind eben gerade nicht da, oder haben einfach keine Lust. Der Porno ist die schnelle Ablenkung vom Alltag. Es gibt mehr Männer die sich in der Mittagspause einen Porno reinziehen als wir Frauen es uns vorstellen können und wollen.

Männer die hauptsächlich Pornos konsumieren sind etwas anders drauf als der ab und an Konsument. Wer seine Sexualität hauptsächlich durch den Konsum von Pornografie befriedigt hat sicherlich ein Problem, weil ihm die zwischenmenschlichen Begegnungen abhanden kommen und sich ein Frauenbild manifestiert, bei dem der Mann immer und zu jeder zeit haben kann was er haben möchte. Eines der großen Probleme beim Thema Pornografie. Vor allem, wenn sich dieser Gedanke bei immer mehr jungen Männern, durch den Konsum von Pornos, einprägt. Pornokonsumenten werden selten zu den großen romantischen Helden des Alltags, sondern eher zu den Schnellfickern und Menschen die Sex nicht mehr als Basis zwischen Mann und Frau empfinden können, sondern sehen die gemeinschaftliche Erreichung der Lust als Einbahnstraße ihrer eigenen Befriedigung. Wer auf diese Art Sex erleben möchte, der wird das tun, aber sicherlich kein Escort buchen, oder dabei sehr enttäuscht werden.

Escortbucher

Einbahnstrassenbefriedigung, ist es nicht das was auch in der Prostitution häufig vorkommt. Ist die Prostituierte nicht die schnelle Möglichkeit, sich seine Pornoträume zu erfüllen? Klar, wenn ich als Mann gerne auf die schnelle Nummer für 30 € stehe, dann ist das sicherlich so.

Es geht aber hier um Escort im Segment der Buchungsdauer die länger als drei Stunden ist. Escortbucher die wirklich Wert auf ein schönes Date legen werden selten versuchen ein Escort für eine Stunde zu buchen, diese Zeitspanne halte ich auch nicht für besonders escortlike. Beim Thema Escort geht es natürlich auch um die Lust des Mannes und seine Wünsche, aber eben eingebettet in einen anderen Rahmen.

Escortbucher können aus allen Schichten kommen, es sind nicht immer nur die Großverdiener, sondern auch brave Lehrer und Handwerker die sich ein besonderes Erlebnis gönnen wollen und dies auch meist angenehmer zelebrieren als diejenigen für die 800 € für drei Stunden ein Taschengeld sind. Trotzdem macht die Summe auch die Wertigkeit aus. Wer sich eine Frau für mehr als 500 € gönnt, der möchte etwas schönes erleben, möglich ist das übrigens auch im Motel One, aber im Adlon ist es schöner.

Der Mann der sich eine Escort bucht ist in einem anderen Mindset unterwegs und er möchte eventuell auch als der große Verführer auftreten, als derjenige der die tolle Lady knackt. Jeder Wunsch kann umgesetzt werden, wenn beide darauf Lust haben.

Es ist die andere Herangehensweise die den Escortbucher vom Pornokonsumenten trennt, das Ziel ist bei beiden ähnlich, aber die Art es zu erreichen ist sehr unterschiedlich.

Im übrigen kann es natürlich auch viel Spaß machen sich mit einem Bucher einen Porno anzusehen, denn beim Sex lernt man/frau nie aus.

Escort – nicht nur Begleitung

Escort kann mehr als reine Begleitung sein

Nach der Veröffentlich meines Beitrags zu meiner ersten Bewertung als Begleiterin schrieb eine Leserin, dass sie immer gedacht habe Escort sei reine Begleitung.

Begleitung wird ab und an auch gewünscht

Falsch ist dies nicht, denn die Vermittlung der Damen erfolgt nicht als Call-Girl, sondern als Begleitung für einen bestimmten Zeitrahmen. Dabei kann tatsächlich unterschieden werden ob die Dame nur begleitet, dies wird gerne als Dinner-Time oder eben Begleitservice bezeichnet, oder eben mehr anbietet. Wobei dies immer von der gegenseitigen Zuneigung abhängig sein sollte. Eine Escortdame wird nicht unter Druck mit einem Bucher schlafen, oder auf Anordnung der Agentur.

Auf der Webseite der Agenturen findet sich zu jeder Dame eine Auflistung bestimmter sexueller Vorlieben. Es bedeutet nicht, dass die Damen dies alles mit dem Gast der sie bucht auch erlebt. Hier ist die Escortdame frei in ihrer Entscheidung, aber wenn ein Bucher sich für die Variante „Private Time“ entscheidet, dann hat er den Wunsch mit der Dame intim zu werden.

Er wird die Entscheidung für die Dame nicht nur nach den Bildern getroffen haben und den weiteren Beschreibungen die auf einer Agenturwebseite zu finden sind (siehe Bild), sondern auch, oder wegen, der sexuellen Vorlieben.

Sedcard einer Escortdame

Sedcard einer Escortdame

Eine Escortdame erfüllt in ihrer Form als Begleiterin meist zwei Dinge auf einmal. Meist geht es vielen Geschäftsreisenden tatsächlich um eine Begleitung für ein Abendessen oder einen kulturellen Event, dann aber auch um ein sexuelles Abenteuer. Ob dabei der Gast eine Ehefrau hat oder eine feste Partnerin muss und sollte der Escortdame egal sein, dies halten viele für moralisch verwerflich, aber dies habe ich nie so gesehen.

Welche Übereinkünfte in einer Partnerschaft bestehen steht außerhalb der Vereinbarung die Gast und Escort für einen zeitlich begrenzten Rahmen eingehen.

Escort besser als eine Geliebte

Ehefrauen die keine Lust mehr auf Sex haben, oder bestimmte Wünsche ihres Partners nicht erfüllen, haben in der Escort einen verlängerten Arm für die Glückseeligkeit ihres Partners.

Die meisten Männer die ich getroffen habe hatte eine feste Partnerin oder Ehefrau, und die meisten Männer haben zwei Wünsche an ein Escort. Der erste Wunsch gehört zum Standardrepertoire eines Escort, der Blow-Job. Der zweite Wunsch ist auch bei vielen Escorts nicht zu haben: Analverkehr.

Im Gegensatz zu einer Affäre, bei der kein Geld fließt (Geld fließt irgendwie immer, aber das ist ein anderes Thema), ist für das Escort nach der vereinbarten Zeit die Beziehung beendet. Der Bucher kennt im Idealfall den echten Namen der Dame nicht und die Dame weiß auch nicht viel über das echte Leben des buchenden Herren. So können beide nach einer schönen Zeit auseinander gehen.

Eine Kollegin hat es einmal treffend beschrieben „Ich bekomme mein Geld nicht dafür das ich komme, sondern dafür das ich wieder gehe und keine Liebes-SMS schreibe“.