Partnerschaft & Escort sein, geht das?

Hast du einen Partner, diese Frage hat mir vor zwei Tagen eine Leserin gestellt. Neugierig wollte sie wissen wie ich, wenn ich die Frage mit Ja beantworten würde, damit umgehe.

Persönlich kommen für mich zwei Dinge zusammen. In meinen richtigen Job bin ich sehr viel unterwegs, außerdem habe ich mich für eine Karriere in einem großen Unternehmen entschieden. Dies ist auch heute noch für Frauen ein Beziehungskiller, denn irgendwann möchten Männer ein Kind und eine Frau die das Kind großzieht. Dieses klassische Rollenmodell weicht zwar langsam auf, aber dennoch sind Kind und Karriere schwierig unter einen Hut zu bringen. Vielleicht ist es aber auch nur eine gute Ausrede für mich, damit ich meinem Lebensstil treu bleiben kann.

Dann habe ich ein Hobby bei dem ich regelmäßig mit unterschiedlichen Männern schlafe, ein Umstand der keinem Mann besonders gut gefällt. Mir sind persönlich einige Beziehungen von Escortdamen bekannt die eine glückliche und stabile Beziehung führen. Es gibt Ladies die haben sogar Kinder, für mich ein No-Go, denn wie soll ich es meinem Kind irgendwann erklären. Wie soll ich einem Kind erklären, dass Mama mit unterschiedlichen Männern schläft und auch noch Papa lieb hat. Vielleicht ist dies auch nur eine Ausrede für mich, aber eine bequeme und moralische dazu.

Partner die es anmacht

Partner habe und hatte ich immer wieder. Die meisten wussten von meiner Tätigkeit in den Betten der Hotels dieser Welt, einige hat es sogar regelrecht angemacht. Diese Männer hätten ebenso gut Bucher sein können, denn die Beziehungen mit ihnen hat fast etwas von einem Dauerarragement, bei dem ich mir ab und an noch einmal einen anderen Mann ins Bett holen konnte. Diese Beziehungen gingen nie lange, vor allem weil diese Männer in einer gewissen Form für mich auch gestört gewesen sind, denn welcher Mann findet es wirklich erregend, wenn seine Frau gerade frisch vom Date kommt.

Schwieriger sind die Beziehungen gewesen bei denen der Mann und ich versuchten eine ernsthafte und dauerhafte Gemeinschaft aufzubauen. Meistens habe ich in dieser Zeit meine Verabredungen stark eingeschränkt, trotzdem habe ich es nie ganz gelassen, denn ich mag es und es gehört zu mir.

Meine längste Beziehung mit einem Mann dauerte drei Jahre. Drei Jahre in denen ich den Mann den ich geliebt habe, und wohl noch liebe, sehr gequält habe. Zuerst dachte ich, dass er sehr gut damit klarkommt, aber irgendwann wurde mir klar wie sehr er leidet.

Partner die am Rad drehen

Mir sind einige Erlebnisse in keiner guten Erinnerung, sie lösen bei mir regelrechte seelische Schmerzen aus. Jan, nennen wir ihn einmal so, wusste von einem Date mit einem Kunden in einem Hotel in Bremen. Er wusste wie lange ich diesen Mann treffe und das ich vorhatte noch am selben Abend in meine damalige Wohnung nach Hamburg zurückzukehren.

Jan hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Lebensmittelpunkt in München und wartete sehnsüchtig darauf, dass ich mich bei ihm melde. Mein Date hatte länger gedauert und ich musste mich beeilen, damit ich den letzten IC nach HH bekommen würde. Zu dieser Zeit lag mein Führerschein gerade bei der Polizei, da ich es mit der Geschwindigkeit etwas übertrieben hatte.

Im IC sitzend explodierte mein Handy. Jan hatte über 40 Nachrichten geschickt. Es dauerte fast die ganze Fahrt ihn wieder zu beruhigen. In seinem Kopf hatten sich in den vier Stunden des Dates wahre Horrorstorys aufgebaut. Er saß da in seiner Wohnung in München und starb vor Angst um mich. Seine Gefühle schwankten an diesem Abend zwischen Ekel und dem Wunsch mich fest in den Arm zu nehmen. Er musste mir Vertrauen und ich versuchte ihn aufzubauen, aber diese Angst um mich hat ihn nie losgelassen, es hat ihn aufgefressen und fast, wir haben beide die Reißleine gezogen, in den Wahnsinn getrieben.

Einmal hatte ich die Idee mit Jan über ein Wochenende nach Frankfurt zu fahren, als ich dort noch nicht dauerhaft wohnte. Wir quartieren uns in der Villa Kennedy ein und hatten ein tolles Wochenende vor uns. Die Bombe platze am Samstagmorgen beim Frühstück. Wir hatten uns gerade einen schönen Platz gesucht, da grinste mich vom Nachbartisch ein Mann an, in Begleitung einer sehr netten und attraktiven Dame. Der Mann, einer meiner Stammkunden, hatte sich was Nettes zum Spielen übers Wochenende eingeladen, so nannte er sie ein paar Minuten später als er sich zu mir ans Buffet gestellt hatte.

Breit grinsend fragte er mich, wer denn mein Begleiter sei und ob ich und er nicht Lust auf einen flotten Vierer hätten. Jan bekam die letzten Fetzen des Gesprächs leider mit und unser Wochenende zerbarst wie eine Seifenblase. Nicht weil er es unmöglich fand, dass mich ein Bucher anspricht, sondern weil ich es sofort verneint hatte. In seinem Kopf hatte die Sexfantasiemaschine alle Räder angeworfen und er wurde richtig böse, weil er meinte um eine einmalige sexuelle Erfahrung betrogen worden zu sein. Meine Argumente, dass ich meinen festen Partner nicht mit einem Bucher teilen wolle, konnte und wollte er nicht verstehen.

Zusätzlich wollte er plötzlich wissen was ich denn alles schon mit diesem Herren gemacht hätte. Ein Tabuthema, denn ich will über diese Dinge nicht zuhause sprechen. Sie würden einen Partner dauerhaft nur verletzen, oder würdet ihr eurem festen Partner erzählen was ihr mit anderen Männer im Bett erlebt. Klar, bei mir wäre das ein bisschen so wie wenn Frau nach Hause kommt und vom Bürojob erzählt, aber den habe ich auch noch und diesen Alltag teile ich gerne mit meinem Partner.

Partnerschaft und Escort sind zwei Dinge die nicht gut miteinander harmonieren, außer euer Partner ist ein totaler Cuckold.

facebook-fan-buttonDir gefallen meine Postings Schön! Dann werde Fan meiner Facebook-Seite und du bist immer informiert.

Veröffentlicht von Champusgirl

Lebenslustige Berlinerin mit der Hometown Frankfurt. Beruflich in der Tourismusbranche unterwegs und als Escortdame eine Männersammlerin. Champagner mag ich wie kein zweites Getränk. ich liebe Reisen, intelligente Männer und gutes Essen (mehr als ein Salatblatt).

4 Kommentare

  1. Ich muss wirklich sagen, ich liebe deinen Blog. Ich bin schon ein paarmal über deine Blogeinträge in einer FB-Blogger-Gruppe gestolpert, und hab jedesmal total fasziniert gelesen. Finde ich total toll wie offen du über ein Thema schreibst, das viele Menschen als Tabu klassifizieren würden, und auch wie ehrlich du dazu stehst.

    Ich bin selber Autorin von erotic romances und erotica (schreibe und publiziere auf Englisch) und daher sind Blogs wie deiner echt geniale Wissensquelle für mich. Vor allem da Standard-Artikel in Zeitungen oder Magazinen immer eher victimisierend (ist das ein Word? :/ ) berichten–a la die armen Frauen die gezwungen werden ihren Körper anzubieten, was ja oft gar nicht stimmt.

    Jedenfalls wollte ich fragen ob du einen Newsletter oder ein Subscribe Feature oder sowas hast? Ich habe überall auf der Seite gesucht, aber nix gesehen, oder bin ich einfach blind? :O

    • Hallo Kimberley, vielen Dank. Ich freue mich, wenn dir gefällt was ich zu erzählen habe. Ich möchte damit offener umgehen, weil es eine Menge Berichte gibt die das Thema entweder in den Himmel loeben, oder es in den Dreck ziehen. Es stimmt aber leider auch, dass viele Frauen es nicht freiwillig tun und es sich nicht leisten können „Nein“ zu sagen.

  2. Pingback: Wenn der Liebeskasper dreimal klingelt - Champusgirl | Meine EscortbiografieChampusgirl | Meine Escortbiografie

  3. Pingback: Männer verlieben sich nicht in Escorts, sie verlieben sich in den Sex - Champusgirl | Meine EscortbiografieChampusgirl | Meine Escortbiografie

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.