Deutsche-Startups.de denunzieren Frauen als Nutten. #Escortgate in Berlin

Eigentlich wollte ich in aller Ruhe ein Buch lesen und mich noch ein wenig auf meinen Termin heute Nachmittag vorbereiten. Nun muss ich mich stattdessen, Dank eines netten Tipps eines Lesers, mit dummen Jungs aus Berlin und einigen Frauen, die sich moralisch ganz weit vorne sehen, rumärgern. Ich muss nicht, ich will es ist die richtige Aussage.

#escortgate

Der Hashtag Escortgate geistert durch die Twitter-/Facebookwelt und möchte damit auf den Besuch einiger Prostituierten auf einer Abendveranstaltung einer Berliner Digitalkonferenz hinweisen. Auf der NOAH geht es darum digitale Leader miteinander zu vernetzen und dies unter der Schirmherrschaft des Axel-Springer-Verlags.

Jede Konferenz braucht eine Party und die gab es auch bei der NOAH und dort sollen Escorts gesichtet worden sein. Das digitale StartUp-Magazin deutsche-startups.de berichtet unter der Headline „Escort-Ladies auf der Noah! Geht gar nicht!“ darüber, dass auf der Abendveranstaltung viele extrem aufgebrezelte Frauen vor Ort gewesen sein. Da heißt es im Text „…etliche Partygäste – männliche und weibliche – erkannten die Frauen an ihrer Aufmachung ohne Umschweife auch sofort als Escort-Ladies. “Nutten halt”, sagt eine langjährige und sichtlich irritierte Noah-Teilnehmerin, die die Konferenz nun nie wieder besuchen möchte, zu den abendlichen Gästen.“

Da müssen einige Besucherinnen und Besucher schon häufig Kontakt zum horizontalen Gewerbe gehabt haben, wenn sie mit nur einem Blick eine Escortdame erkennen. Nur weil jemand billig und „nuttig“ (was übrigens eine echte Beleidigung ist) angezogen ist, muss sie keine Prostituierte sein. Gerade in der Digitalszene und vor allem in Berlin gibt es Frauen die sich hochgradig irritierend anziehen und bei denen ich überlegen müsste ob sie gerade auf dem Weg zu einem Rollenspiel, á la Assistentin wird vom Chef bestraft, ist oder einfach nur beim Griff in den Kleiderschrank mal wieder die Brille vergesen hatte.

Frauen über ihre Kleidung als nuttig zu denunzieren ist übelster Sexismus.

Auf jeder Veranstaltung in Berlin sind meistens auch ein paar Damen aus dem Escortgewerbe unterwegs. Teilweise weil sie direkt von einigen Herren eingeladen wurden, manchmal auch weil es durchaus Damen gibt die, wie ich einen anderen Job haben, und auch einige die aus purer Lust an der Jagd unterwegs sind.

Wenn sich nun einige Leute aus der Berliner Digitalszene mit #escortgate Luft machen, dann muss ich schmunzeln. Viele Gründer, und auch ein paar Gründerinnen, sind sich manchmal nicht zu fein in Berliner Clubs die Venturekohle für Champagner und Koks, zzgl. dem Amüsierpaket mit der russischen Clubhure rauszuhauen, aber jetzt wird eifrig getwittert die NOAH habe Schaden genommen.

Echt? Es mag sein, dass Pia Poppenreiter die mit ihrer DatingApp Ohlala wohl für den Überschuss an Damen verantwortlich gewesen ist, etwas über das Ziel hinausgeschossen ist, aber aus diesem Grund von einem schweren Schaden zu sprechen ist nur ein Beweis für die Doppelmoral in der Digitalszene. Ohne Sex und Erotik würde es viele Entwicklungen gar nicht geben. Sex, Erotik und auch Prostitution sind ein elementarer Bestandteil des Internet.

Deutsche-Startups stellt sich dumm

Der lustige Satz in der ganzen Berichterstattung lautet übrigens „Ob es dabei (Anm. die DatingApp Ohlala) außer um Sex auch um andere Dinge geht, lassen wir mal offen.“. Deutsche-Startups hat mehrfach über die App von Pia Poppenreiter berichtet, dabei immer mal wieder gekonnt um den heißen Brei herumgeschrieben, aber sich so dumm zu stellen und so zu tun, als ob man nicht wüsste was Sache ist, ist schon peinlich für ein StartUp-Magazin.

Prostituierte als Nutten zu bezeichnen ist eine Beleidigung. Es ist eine Herabsetzung der Frauen die ihr Geschäft, auch mit Männern aus der Digitalszene, via Paysex verdienen. Wenn manche Dame die empört gewittert hat mal einen Moment nachdenken würde, dann wüsste sie, dass sie mit ihren Äußerungen Frauen an sich geschadet haben.

Es ist schon erschreckend und traurig wie sehr die Doppelmoral selbst in der fortschrittlichen Digitalszene etabliert ist. Während große Markenartikler im Umfeld des häufig über Sex und Prostitution berichtenden Magazin vice.com Bannerwerbung schalten und das Frauenmagazin Edition F auch immer mal wieder die Viewzahlen mit Sexthemen, auch aus dem Prostitutionsumfeld, aufpimpt wird hier die Moralkeule geschwungen.

Frauen über ihre Kleidung als Nutten zu bezeichnen wird aktuell und wiederholt als Sexismus und falsch gebrandmarkt. Aktuelle Beispiele finden sich hier, als Verteidigungsrede für Gina-Lisa-Lohfink oder auch hier als Beitrag zum alltäglichen Sexismus. Im Zusammenhang mit einer „hochkarätigen“ Veranstaltung ist es aber absolut ok. Frauen wundert euch nicht, wenn ihr wegen eines kurzen Rocks als Freiwild angesehen werdet, die weibliche digitale Speerspitze hat es unterstützt.

Veröffentlicht von Champusgirl

Lebenslustige Berlinerin mit der Hometown Frankfurt. Beruflich in der Tourismusbranche unterwegs und als Escortdame eine Männersammlerin. Champagner mag ich wie kein zweites Getränk. ich liebe Reisen, intelligente Männer und gutes Essen (mehr als ein Salatblatt).

19 Kommentare

  1. Ganz ehrlich: Was Du hast ist ein Fetisch für bezahlten Sex. Aber zeig mir mehr als 1% der Frau, die bei einem bedingungslosen Grundeinkommen (bzw. anderen Jobalternativen bzw. außerhalb von ökonomischen Zwängen) sich freiwillig verkaufen würden, wenn nicht Ihr überleben davon abhängt. I don´t believe it

    • Mag sein. Ich glaube es gibt genügend Frauen die trotz eines bedingungslosen Grundeinkommens einem gut bezahlten Escortdate nicht abgeneigt sind. Frauen die aus schwierigen familiäen Situationen kommen, von ihren Männern gezwungen werden, und andere Fälle werden sicherlich den Job an den Nagel hängen. Nur diese beiden Welten haben nichts miteinander zu tun.

    • Man „verkauft“ sich als Prostituierte nicht, man bietet eine Dienstleistung an.
      Generell darf man nach einem Date immer noch komplett mit nach Hause gehen und gehört nach niemand anderem 😉

      Peter, wenn du wirklich dran interessiert bist, zeige ich dir gerne eine Menge an Escorts, Clubdamen, Bordellladies, Dominas, Frauen jeglicher Couleur, die diesen Beruf freiwillig machen – ich bin nur eine davon. Bin ungetrieben von ökonomischen Zwängen und käme auch ohne Escort prima klar. Und es gibt viele, die wie ich sind.
      Dass die Mehrheit der Huren unglücklich und gezwungen ist, ist eine Mär und jeder, der die Augen aufmachen will und sich wirklich mit dem Thema beschäftigen will, wird das mitbekommen.
      Wie Champusgirl sagt, Frauen, die unter Zwang arbeiten gibt es, aber nur weil es auch eine bekämpfenswerte und schlechte Seite gibt, darf man die große Zahl der freiwilligen und überzeugten Sexarbeiteinnen nicht verurteilen!

      Leider ist die Stigmatisierung des Paysex überall und voll mit Vorurteilen, die es sehr schwer machen, Unbeteiligte, die vieles nur vom Hörensagen kennen, vom Gegenteil zu überzeugen.

      @Champusgirl, danke für den Artikel, ich finde dieses Echauffieren über die Anwesenheit von Escorts echt mehr als lächerlich und die Wortwahl und Vorverurteilung unmöglich und entlarvend.
      Wenn ich mir überlege, wie oft ich „unerkannt“ auf ähnlichen Veranstaltungen als Teilnehmerin ODER Escort war, muss ich schon schmunzeln…

      • Ja, und der Witz ist wie sich nun die Szene aufspielt. Dabei ist gerade die VC-Szene doch gerne mal für ein paar Stunden Luxus am Abend bekannt.

        • Sie blieben ja nicht unerkannt, da es keine Profis waren. Die Veranstaltung ist absolut Frauenfeindlich mit nur zwei FemaleSpeakern. Wundert es euch wirklich, dass sich dann die wenigen Frauen, die 1500 Euro für eine Karte gezahlt haben, sich darüber aufregen, dass dann künstlich aufgefüllt wird mit Escorts? Bei euch ist es doch auch eine Doppelmoral, ihr nennt Euch Männersammlerin aber regt euch auf wenn eine Frau „Nutte“ sagt. Es liegt wohl immer in der Ansicht des Betrachters. Niemand regt sich über die Ladies auf, sondern dass diese Veranstaltung einfach 100 eingekauft hat anstatt Ladies aus der Digitalszene einzuladen.

          • Hallo Conny, wann habe ich mich Männersammlerin genannt. Ich selektiere meine Kunden sehr genau.

            Am Ende hatte ich vielleicht weniger Männer im Paysex im Bett als manches Tinderfräulein. Was aber auch egal ist. Was Körperchen braucht muss Körperchen haben.

            Sind es 100 Frauen gewesen? So viele Ohlala – Profile gibt es in Berlin,m.W., doch gar nicht.

            Gibt es Bilder von den Damen mit dem Kreditkartengeräten? Was gegen richtige Escorts sprechen würde.

  2. Naja, wenn man sich überlegt das 40-85% aller Prostituierten Drogenprobleme haben – dann Frag ich mich schon, wie freiwillig das alles ist…

    …und ob Du für eine Mehrheit sprichst: Geld macht einige Leute geil, ich kenne Menschen die bei einem Sportwagen oder einer Louis Vuitton Handtasche sexuell erregt werden…wie gesagt, ok, aber so wie Du deinen Fetisch verpackst und begründest, schadest Du damit den Leuten, die das ganze aus wirtschaftlichen Zwängen machen bzw. in Ermangelung an Alternativen. Aber die Verantwortung liegt bei Dir…

    Quelle:
    http://alcoholrehab.com/drug-addiction/sexual-exploitation-and-substance-abuse/

    • Peter, ich glaube du gehörst zu den Leuten die Paysex immer als etwas schlimmes ansehen. Jedes noch so kleines Strohälmchen wird da genutzt. Es gibt auch Menschen mit Drogenproblemen in anderen Bereichen. Wir 2 kommen glaube ich auf keinen gemeinsamen Nenner.

    • Peter, ohne dir zu Nahe treten zu wollen, aber die Zahlen auf der von dir verlinkten Seite sind an den Haaren herbeigezogen.
      Das ist keine auch nur ansatzweise verlässliche Quelle. Wo haben die denn die Zahlen her?
      Es gibt keine zitierbare Studie, die die von dir erwähnten Zahlen bestätigen würde.

      Eine Arbeit als Escort als belächelbaren Fetisch abzuurteilen finde ich frech und herabsetzend, Es ist ein Job, ein schöner, anstrengender, fordernder Job. Es ist Arbeit, die Geld einbringt und, wenn freiwillig ausgeführt, was hauptsächlich der Fall ist, beide Parteien glücklich macht.

      Man schadet den unter Zwang arbeitenden Menschen, indem man alle Prostituiertenüber einen Kamm schert und nicht, indem man versucht das Stigma abzubauen und zeigt, dass diese Arbeit toll ist und beileibe nicht veruteilenswürdig.

  3. Nein, ich finde es in Ordnung, ehrlich – ich finde es bloß gefährlich, wenn die Realität ausgeblendet werden…40-85% sind jetzt ja nicht normal. Der Schaden ist wie gesagt auf Seite derjenigen, die das nicht so freiwillig machen wie Du… (ich bin jetzt aber auch still)

  4. Alice, Campusgirl – die Quelle hin oder her, aber lasst uns gerne mal eine Tour durch Bordelle machen, dann zeig ich euch gerne: 1. Frauen, die massive psychische und Suchtprobleme haben, 2. die trotz ihres Jobs am Existenzminimum leben, 3. die de facto auf Grund von 1. + 2. ausgebeutet werden.

    Ein Job macht man für Geld, wenn er euch gefällt umso besser – aber, angenommen Ihr würdet nicht davon Leben, würdet Ihr das dann trotzdem machen?

    Ihr seid in eurer Paysex Meinung in der Minderheit und habt einen Beruf gefunden, mit dem Ihr eure eigenen Moral- oder Sexualitätsvorstellung verbinden könnt – gut, aber zulasten von der Mehrheit, die damit ausgebeutet wird (und denen eure Meinung als Vorwand dient).

    Ich habe nicht gegen Paysex, sich aber aufzuregen, dass es Sexismus ist, Frauen als Nutten zu bezeichnen die mit Kreditkartenlesern auf Gäste zugehen, ist genauso am Thema und Problem vorbei…das Ihr nicht gerne als Nutte bezeichnet werden wollt, ist sicherlich nachvollziehbar, Escort klingt schöner – im Ergebnis ist es aber das gleiche.

  5. Peter, ich lebe nicht vom Escort, ich mache es nebenher und habe noch einen sehr guten Hauptjob, der mich alleine gut finanzieren würde. Ich bin anch einer halbjährigen Pause wieder eingestiegen, weil ich das Escorten, völlig profan, vermisst habe.

    Die Tour durch das Bordell mache ich gerne mit dir, woher kennst du denn die Frauen, die da arbeiten?
    Bist du in der Sexworkerbewegung aktiv und deswegen so oft vor Ort, dass du mir soviele Opfer zeigen kannst? Oder kennst du die nur vom Hörensagen (Fun Fact: ICH bin dort aktiv und kenne auch das Innere von diversen Bordellen und Clubs und die dort arbeitenden Frauen..)

    Deine Meinung, dass wir in der Minderheit sind ist einfach falsch. Ich überzeuge dich gerne vom Gegenteil.

    Zu der Wortwahl: Nutte ist eine Beleidigung. Escort ist eine Sparte der Prostitution. Du kannst uns gerne Hure, Prostituierte, Escort, Sexworker,… nennen DA ist das Ergebnis das Gleiche. Aber beleidige uns nicht mit dem Schimpfwort „Nutte“.

  6. Lebenslustige Berlinerin mit der Hometown Frankfurt. Beruflich in der Tourismusbranche unterwegs und als Escortdame eine Männersammlerin. Champagner mag ich wie kein zweites Getränk. ich liebe Reisen, intelligente Männer und gutes Essen (mehr als ein Salatblatt).

    Ja sie wurden gesehen mit den Geräten. Nein es waren nicht alle von Ohlala sondern auch von einer Modelagentur. Das Wort „Nutte“ war ein Zitat einer verärgerten Ehefreau, welches dank Pressefreiheit veröffentlicht wurde. Abegsehen davon ist mir nicht klar ab wann es denn nun es eine Beleidigung ist, weil du ja auch Sachen mit“ casual Sluts“ retweetest. Ich freue mich aber auch, dass dein Blog davon profitiert. Das meine ich ganz ernsthaft. Liebe Grüße

    • Conny, stimmt da steht es. Hatte ich fast ausgeblendet. Casual Sluts und ein Pornoretweet sind Pornosprech und gehören zum Business. Diese Damen sind aber auch nicht einfach außerhalb ihres Business „Nutten“ nur weil sie sich als Pornodarstellerinnen ihr Geld verdienen. In der Diskussion um die US-Pornodarstellerin Stoya gab es eine ähnliche Situation, bzw. Business und Privatleben wurden einfach mal miteinander vermischt.

      Ob mein Blog von eurer Story profitiert, muss ich mal sehen. Kunden mögen es in der Regel nicht so sehr, wenn es an die Eingeweide geht. Glücklicherweise muss ich aber nicht escorten, sondern ich darf es und mag es.

      Warum habt ihr die Aussage der „Ehefrau“ so stehen lassen? Es sind keine Nutten. Nutten ist in Deutschland, im Gegensatz zu Österreich die herabsetzenden Bezeichnung für eine Frau die im Paysex ihr Geld verdient. Klar darf sie als Ehefrau verärgert sein, aber vielleicht hätte sie mal die Chance zu einem Gespräch nutzen können.

      Das Thema Agentur taucht jetzt hier zum ersten Mal auf, was für eine Agentur, woher kamen die? Eure ganze Story zielt darauf ab über die Mädels den Hass der, wohl wenig geladenen Damen, zu kanalisieren und dafür zu sorgen, dass die NOAH ja sauber bleibt.

      Ist halt schlecht gelaufen, da müssen sich die Organisatoren mal überlegen was nicht gut gelaufen ist. Sich hinterger hinzustellen und alles zu leugnen ist doch Bullshit und Doppelmoral pur. Mal dazu stehen und der eigenen Frau zeigen was halt so abläuft manchmal. Die Damen sind doch auch nicht alle doof. Die wissen doch was Papa am Abend manchmal so treibt und sind, mit Verlaub, auch teilweise ganz froh, wenn sie nicht immer gefordert werden.

      Mir ist der Artikel zu einseitig, zu herabsetzend. Wenn ich über Sluts schreibe, dann nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern als Part of the Business. Wer katholisch ist darf auch gegen den Papst wettern. Wer wählt darf sich über die Regierung beschweren. Wer Schwarzer ist darf Neger sagen. So sind die Regeln.

  7. @Peter P. Naja, eine dubiose thailändische Rehaklinik auf Kundenfang als ultimative Quelle anzugeben ist schon etwas naiv. Auf der Werbe-Website wird vor allem ebenso von Schätzungen gesprochen. Und schätzen kann ich viel. Ich schätze zum Beispiel, dass Du Dich mit dem Phänomen Paysex selbst noch gar nicht so genau befasst hast.

  8. Interessant wie ihr – Champusgirl und Alice – hier für einen ganzen Berufszweig (und ja, ich sehe das durchaus als Beruf) quasi an den Pranger gestellt werdet. Aber ich denke, das ist keine Seltenheit, die Gesellschaft ist einfach in der Öffentlichkeit zu echauffiert, um dort zuzulassen, was hinter verschlossenen Türen längst Gang und Gebe ist.

    Womit aber Leser wie der gute Peter P vorsichtig sein sollen, sind Verallgemeinerungen und das „über einen Kamm scheren“ von Menschen aus diesem weit gefächerten Berufszweig. Ich selbst arbeite im sozialen Sektor, kenne also genügend Damen, die ihre Miete durch ähnliche Arbeiten verdienen und kann sagen: Ja, es gibt diejenigen, die wegen diverser Problemlagen diesen Job machen MÜSSEN und dabei vielleicht auch nicht immer ganz freiwillig bei der Sache sind, die auch ausgebeutet werden. Vor dieser Tatsache die Augen zu verschließen wäre dumm, aber das tut ja hier auch niemand.

    Aber genau so wie es diese Frauen gibt, gibt es auch jene, die sich bewusst für diese Karriere entschieden haben, die durchaus auch in anderen Berufen Chancen hätten (und haben), aber dennoch ergänzend, oder gänzlich auf dieses Einkommen zielen. Und das ohne Hintermänner, ohne Ausbeutung, ohne Druck.
    Und dieser zweiten Gruppe an Frauen kann man doch wohl kaum einen Vorwurf daraus machen, dass sie sich einen Job ausgesucht haben, der ihre Miete bezahlt (oder eben die besonderen „Luxusgüter“ etc) und der sie somit unabhängig macht, der ihnen vielleicht ein Stückchen mehr Luxus als eh schon ermöglicht, der Freude bereitet, der zu der eigenen Person passt. Believe it Peter – sowas soll´s geben! 🙂

    Aber gut, solche Diskussionen sind doch immer auch ganz amüsant und zeigen, wie wir alle mit unserer Moral und unseren Vorstellungen von „richtig und falsch“ zueinander stehen….

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